Firmenporträt: Corso Sauna Manufaktur Heseper auf dem Weg zur digital gesteuerten Vital-Sauna

Meine Nachrichten

Um das Thema Wirtschaft Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Diese elegante Saunakabine – aus Altholz mit hinterleuchteten Salzsteinen und einer Steinwand aus „Nepal Brick“ – haben die Fachleute aus Bramsche-Hesepe im noblen Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg installiert. Foto: Corso Sauna ManufakturDiese elegante Saunakabine – aus Altholz mit hinterleuchteten Salzsteinen und einer Steinwand aus „Nepal Brick“ – haben die Fachleute aus Bramsche-Hesepe im noblen Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg installiert. Foto: Corso Sauna Manufaktur

Bramsche. Kräftiger Personalzuwachs, räumliche Expansion am Hauptsitz in Bramsche-Hesepe, eine brandneue Design-Ausstellung vor den Toren von München und auch international immer mehr Aufmerksamkeit: Die Sauna-Experten Max und Benedictus Lingens können sich beim Blick auf ihr Geschäft nicht beklagen.

Breit seien sie aufgestellt, unterstreichen die beiden Brüder und Chefs der Corso Sauna Manufaktur, die direkt an der Bundesstraße 68 liegt. Also an jener regional bedeutsamen Verkehrsachse, die die Stadt Osnabrück und dessen weitläufigen Nordkreis miteinander verbindet. „Für Privatkunden fertigen wir ebenso Saunen, die bei rund 3900 Euro beginnen, wie solche, die sehr hochwertige Design-Unikate sind. Dazu kommen dann noch die gewerblichen Kunden, die inzwischen aber immer höhere Ansprüche haben“, sagt Benedictus Lingens: „Nur stabil und solide reicht nicht mehr. Die Hotels, Fitnessstudios oder Bäder wollen sich durch hochwertige Themen-Saunen vom Wettbewerb abheben. Das Auge isst eben mit.“

Die Umsatzzahlen stellt er nicht gern in den Vordergrund, den Fokus legt er vielmehr auf die Personalentwicklung. Die Zahl der Beschäftigten hat sich seit der Unternehmensübernahme binnen fünf Jahren von 21 auf 45 Beschäftigte mehr als verdoppelt – vom Zeichner bis zum Tischler.

Zwischen 300 und 400 Saunen jährlich in Handarbeit

Zwischen 300 und 400 in Handarbeit erstellte Saunen verlassen in Bramsche-Hesepe jährlich die Werkshallen. „In der Regel dauert es zwei Monate vom Erstkontakt bis zum Einbau“, verdeutlicht Lingens. Saunen seien gefragter denn je und lägen im Trend, fügt er hinzu. „Die Menschen sind viel unterwegs, privat brauchen und suchen sie dann Entspannung.“ In der Bevölkerung gebe es ein gewachsenes Gesundheits- und Fitnessbewusstsein. „Und es gibt bei vielen Leuten einen Hang zur Belohnung in Stresszeiten“, so Lingens. Entsprechend würden Saunen bestellt. Vom Saunaliebhaber „von nebenan“ ebenso wie von bekannten Profisportlern, Comedians, Unternehmern oder TV-Promis. Die Namen der Kunden werden bei Corso sehr diskret behandelt. Immerhin lässt sich der Home page der Bramscher entnehmen, dass kürzlich Moderatorin Verona Pooth eine Altholz-Designsauna bei den Lingens-Brüdern in Auftrag gegeben hat.

In der Region rund um Bramsche ist unterdessen bekannt, dass die Sauna-Unternehmer nicht nur das nagelneue Wellnessland im historischen Germanen-Look am Alfsee/Rieste gefertigt haben, sondern unlängst auch die entsprechenden Wünsche der Fußballer des VfL Osnabrück für deren Trainingsstätte erfüllten.

45 Prozent ins Ausland – gezieltes Erschließen internationaler Märkte

„Nussbaum, Eiche, Thermo-Eiche, Altholz. Glatte Oberflächen, Furniere. Da passiert im Moment viel. Das ist angesagt“, beschreibt Benedictus Lingens die aktuelle Sauna-Mode. Eingebaut wird in Privathäusern, im Penthouse, in Hotels in aller Welt (u.a. im Vier Jahreszeiten in Hamburg, aber auch am Persischen Golf), in Fitnessstudios (u.a. Venice Beach in Karlsruhe oder im Elements in München) sowie in Ferienwohnungen auf Norderney ebenso wie auf Schiffen und Jachten. Aber wie kommen diese Aufträge zu ihm ins beschauliche Hesepe? „Manche Kunden melden sich direkt, andere lassen das über ein Architekturbüro regeln“, erläutert Lingens. Rund 15 Prozent des Absatzes bzw. Umsatzes gehen augenblicklich in die Region, 40 Prozent in das übrige Deutschland und gar 45 Prozent ins Ausland. Lingens spricht dabei von einem gezielten Erschließen internationaler Märkte wie der Schweiz, Österreich, Frankreich, Benelux, Dubai und Übersee– ohne allerdings die eigene Heimat zu vernachlässigen.

Jede einzelne Sauna nach Maß und Kundenwunsch gefertigt

Im Jahr 2012 hatten die Lingens-Brüder das seit rund 50 Jahren bestehende Unternehmen von den Vorbesitzern, die sich zur Ruhe gesetzt hatten, übernommen. In jener Zeit erfolgte auch der Umzug aus Wallenhorst nach Bramsche-Hesepe. Relativ schnell sei eine Neuausrichtung unter dem Motto „Manufaktur-Design-Wachstum“ auf den Weg gebracht worden. „Letztlich lässt sich damit gut auf den Punkt bringen, was uns an der Selbstständigkeit fasziniert: Jeder Tag sieht anders aus. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich“, betont Lingens. Saunen von der Stange gebe es bei Corso nicht. Jede einzelne werde nach Maß und Kundenwunsch gefertigt – und garantiere Individualität.

Von der Serienfertigung, so Lingens, habe sich das mittelständische Unternehmen inzwischen komplett verabschiedet. Auf dem Markt erwartet der Bramscher Geschäftsmann in den kommenden Jahren eine Orientierung hin zur digital gesteuerten Vital-Sauna. Diese passt sich automatisch den entsprechenden Parametern und Körperwerten der einzelnen Nutzer an. Beispielsweise durch einen kleinen Transponder, der vom Saunagänger getragen wird und der dessen persönliche Daten aufnimmt. Die Sauna stellt dann sofort die für den Nutzer aktuell ideale Temperaturzone ein. Eine Idee, die Lingens sich inzwischen hat patentieren lassen.

Trends dieser Art sind aber nicht nur in den Räumen am Firmenstammsitz in Hesepe zu sehen, sondern seit Mai 2017 auch in den Corso-Ausstellungen in Taufkirchen bei München (eingebettet in die größte deutsche Pool- und Schwimmteichausstellung) sowie in Rheinau bei Straßburg im „Poolsplace“. Ausgebaut wird zudem in den nächsten Jahren der Standort in Bramsche-Hesepe. Zusätzliche Flächen hat Corso hier bereits von der Stadt erworben. Für ein weiteres Wachstum des aufstrebenden Betriebes werden zusätzliche Produktions- und Lagerflächen gebraucht.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN