Im Fall einer Werksschließung: Industrie-Arbeitgeber optimistisch für Homann-Beschäftigte

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Demonstration für den Erhalt der Produktion bei dem Lebensmittelhersteller Homann in Dissen bei Osnabrück. Foto: Michael GründelDemonstration für den Erhalt der Produktion bei dem Lebensmittelhersteller Homann in Dissen bei Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Industriearbeitgeber sehen für die Mitarbeiter der schließungsbdrohten Homann-Werke gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Bei früheren Schließungen von Großbetrieben in der Region hätten viele Beschäftigte rasch neue Jobs gefunden, heißt es beim Industriellen Arbeitgeberverband (IAV).

Der IAV Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim rechnet damit, dass Beschäftigte des Dissener Feinkostherstellers Homann relativ leicht neue Jobs finden, falls dessen Produktion, wie vom Mutterkonzern Müller angestrebt, nach Sachsen oder Polen verlegt wird. Es sei sehr bedauerlich, wenn ein regionales Traditionsunternehmen gehe, sagt IAV-Vorstandschef Olaf Piepenbrock, „aber in ähnlichen Fällen in der Vergangenheit wurden die Betroffenen unwahrscheinlich schnell vom Arbeitsmarkt aufgesogen.“

Gezeigt habe sich dieser Effekt beispielsweise beim Schrumpfen der Textilindustrie vor einigen Jahrzehnten, bei der Insolvenz des Autobauers Karmann, beim Ende des Fahrradherstellers Kynast in Quakenbrück und nach dem Aus für die Drogeriekette Ihr Platz. „Es ist gigantisch, was diese Region schon verkraftet hat. Das sollte uns Mut geben“, sagt Axel Busch, der Hauptgeschäftsführer des IAV und der Bezirksgruppe des Mitallarbeitgeberverbands Niedersachsenmetall.

Der Arbeitsmarkt in der Region Osnabrück, im Emsland und in der Grafschaft Bentheim gilt als unterversorgt mit qualifizierten Arbeitskräften. Teils herrscht nahezu Vollbeschäftigung, und viele Unternehmen suchen mit Hochdruck nach Fachkräften.


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