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Schriftliches Gesprächsangebot Müller-Manager wollen mit Lies über Homann sprechen

Von Christian Schaudwet

Homann-Aufsichtsratchef Heiner Kamps. Foto: dpaHomann-Aufsichtsratchef Heiner Kamps. Foto: dpa

Hannover/Freising. Der Molkereikonzern Müller hat der niedersächsischen Landesregierung im Ringen um die Zukunft des Lebensmittelherstellers Homann ein Gesprächsangebot gemacht.

Müller- und Homann-Aufsichtsratschef Heiner Kamps habe sich am Mittag schriftlich an Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies gewandt teilte ein Sprecher des Molkereikonzerns mit. In seinem Fax habe Kamps Lies eine Reihe von Terminvorschlägen für ein Treffen gemacht. Wahrscheinlich würden Kamps und weitere Müller-Führungskräfte an dem Treffen teilnehmen, sagte der Sprecher im bayerischen Freising, einem Müller-Konzernstandort.

Lies und die Müller-Manager werden sich voraussichtlich über die Zukunft der Homann-Standorte Dissen und Lintorf unterhalten. Das Müller-Management will die beiden Werke in Niedersachsen schließen und die Produktion nach Leppersdorf in Sachsen verlagern. Lies dagegen will sich für einen Erhalt und Ausbau des Standorts Dissen stark machen.

Das Wirtschaftsministerium seinerseits hatte schon am Vortag angekündigt, Lies werde sich noch in dieser Woche mit Verantwortlichen des Müller-Konzerns treffen. Ziel sei es, Informationen über die immer noch nicht offizielle Entscheidung von Müller zu bekommen, die Homann-Produktion nach Sachsen zu verlegen. Zudem wolle Lies „die Vorzüge der niedersächsischen Standorte darlegen“.