Anschlag auf BVB-Bus Wie funktioniert eine Verkaufs- oder Put-Option?

Mit dem Slogan „Anpfiff! - Der BVB geht an die Börse - jetzt zeichnen!“ munterte ein Transparent die Fans des westfälischen Fußballvereins Borussia Dortmund am 24. Oktober 2000 in Dortund auf, Aktien zu zeichnen. Archivfoto: dpaMit dem Slogan „Anpfiff! - Der BVB geht an die Börse - jetzt zeichnen!“ munterte ein Transparent die Fans des westfälischen Fußballvereins Borussia Dortmund am 24. Oktober 2000 in Dortund auf, Aktien zu zeichnen. Archivfoto: dpa

Frankfurt/Main. Der Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund sollte nach aktuellem Ermittlungsstand wohl einen Kursverlust der BVB-Aktie auslösen. Was das ist, erklären wir her:

Über Verkaufs- oder auch Put-Optionen habe der am Freitag in Baden-Württemberg Festgenommene hiervon profitieren wollen, teilte die Bundesanwaltschaft mit. (Weiterlesen: BVB-Anschlag: Ermittler fassen Tatverdächtigen)

Wie funktioniert dieses Konstrukt?

Im Grunde handelt es sich um eine Wette: Ein Investor spekuliert darauf, dass ein Kurs fällt, die andere Seite – oft eine Bank – hält dagegen und bekommt dafür eine kleine Prämie. Rutscht nun beispielsweise die BVB-Aktie tatsächlich unter den zwischen beiden Seiten vereinbarten Preis, kann der Investor die Differenz praktisch als Gewinn einstreichen.

Vor allem wenn der Kursrutsch schnell und heftig ausfällt, rechnet sich das für den Investor. Es winkt ihm die Chance, binnen kürzester Zeit seinen Kapitaleinsatz zu vervielfachen.

Anders gesagt: Es lassen sich bei Optionsgeschäften mit vergleichsweise geringen Einsätzen große Summen verdienen. Die Details im Falle des BVB liegen allerdings noch im Dunkeln. (Liveblog: Polizei nimmt Tatverdächtigen nach BVB-Anschlag fest)

Der Screenshot von der Website von Borussia Dortmund vom 21. April 2017 zeigt den Kursverlauf der BVB-Aktie vom 11. April, dem Tag des Anschlags auf den BVB-Bus. Foto: Webiste Borussia Dortmund

Aktie von Borussia Dortmund erholt sich

Die Aktien von Borussia Dortmund haben sich am Freitag im frühen Handel um 2 Prozent erholt. Am ersten Handelstag nach dem Anschlag war die Aktie zunächst etwas abgerutscht, schloss letztlich aber 1,7 Prozent im Plus.

Viel wichtiger für den Kursverlauf waren die sportlichen Leistungen: Am Vortag war die Aktie nach dem endgültigen Aus im Viertelfinale der Champions League um rund 3,5 Prozent gefallen.


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