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Starker Anstieg Japans Exportmotor gewinnt weiter an Fahrt

Volkswirte wurden von den Daten aus Japan überrascht. Foto: Kimimasa MayamaVolkswirte wurden von den Daten aus Japan überrascht. Foto: Kimimasa Mayama

Tokio. Japans Exporte steigen den vierten Monat in Folge. Grund ist, dass es einem wichtigen Handelspartner gut geht: China.

Japans Exporte sind dank guter Geschäfte mit dem wichtigen Handelspartner China so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr gestiegen.

Wie das Finanzministerium auf vorläufiger Basis bekanntgab, erhöhten sich die Ausfuhren im März um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auf 7,2 Billionen Yen (62 Milliarden Euro).

Dies ist der stärkste Anstieg seit Januar 2015 und der vierte Anstieg in einem Monat in Folge. Volkswirte wurden von den Daten überrascht. Sie hatten für März nur mit einem Exportzuwachs um 6,2 Prozent gerechnet.

Einen unerwartet starken Zuwachs meldete das Finanzministerium auch bei den Importen. Im März seien die Einfuhren im Jahresvergleich um 15,8 Prozent auf den Wert von 6,6 Billionen Yen gestiegen.

Dazu trug maßgeblich bei, dass Japan mehr an Öl und Kohle importierte. Da die meisten Atomkraftwerke seit dem Gau in Fukushima still stehen, erzeugt Japan Strom zu einem großen Teil mit Wärmekraftwerken.

Trotz der gestiegenen Importe verzeichnete Japan im März einen Handelsbilanzüberschuss von 614,7 Milliarden Yen. Auch bezogen auf das am 31. März abgelaufene Haushaltsjahr schrieb die Inselnation erstmals seit sechs Jahren wieder schwarze Zahlen in ihrer Handelsbilanz.

US-Experte Izumi Devalier erwartete eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Er rechnete auch in den kommenden Monaten mit einem „sehr soliden Exportwachstum“. Allerdings könne es nach den Sommermonaten einen Dämpfer geben. Devalier begründete dies mit einer zu erwartenden leichten konjunkturellen Abkühlung in China.


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