Nischenspezialist Feik Maschinenbau Ausbildung ist dem Chef ein besonderes Anliegen

Von Christoph Lützenkirchen

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Ein Mitarbeiter von Feik Maschinenbau verschweißt Hydraulikrohre. Foto: Feik MaschinenbauEin Mitarbeiter von Feik Maschinenbau verschweißt Hydraulikrohre. Foto: Feik Maschinenbau

Bramsche. Alles begann in einer Garage. „Anfangs gab es da nur eine Drehbank und eine Fräse“, erinnert sich Thomas Feik: „Meine Mutter arbeitete im Büro mit.“ Der 50-jährige Chef des Bramscher Unternehmens Feik Maschinenbau war acht, als sein Vater 1975 die Firma gründete. Zu den ersten Kunden zählte der Tiefkühltortenbäcker Coppenrath & Wiese.

Zehn Jahre später wurde es in der Garage trotz einiger Anbauten zu eng. Manfred Feik verlegte den Firmensitz an den heutigen Standort in Bramsche wenige Hundert Meter weiter. Seit dem Jahr 2000 führt sein Sohn Thomas das Unternehmen. Der Dreher- und Maschinenbaumeister war schon 1989 in den väterlichen Betrieb eingestiegen. Feik Maschinenbau beschäftigt mittlerweile 27 Mitarbeiter . Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 30 Jahren. Der Chef legt großen Wert auf ein gutes Betriebsklima. Bei Feik gibt es viele Fußballfans und eine Betriebself. Seit Anfang 2016 erhält jeder Mitarbeiter auf Firmenkosten einmal in der Woche einen Korb mit Obst und Gemüse aus biologischem Landbau.

Lehrlingswart und Prüfungsvorsitzender der Metallinnung

Fast alle Mitarbeiter in der Produktion haben bei Feik auch ihre Ausbildung zum Feinwerkmechaniker oder Zerspanungsmechaniker absolviert. Das Thema ist Thomas Feik ein besonderes Anliegen. Seit mehr als zehn Jahren ist er Lehrlingswart und Prüfungsvorsitzender der Metallinnung Bersenbrück. Sein Unternehmen kooperiert eng mit der Hauptschule Bramsche. Der Mittelständler weiß: Für den Erfolg am Markt braucht er hochqualifizierte Mitarbeiter. „Unsere Stärke ist unser individueller Service“, sagt Feik. Die rund 100 Kunden des Bramscher Unternehmens kommen überwiegend aus einem Umkreis von 50 Kilometern. „Unter anderem arbeiten wir für alle größeren Bramscher Unternehmen“, sagt Thomas Feik.

Ein wichtiger Kunde ist bis heute Coppenrath & Wiese. Die Feik repariert die Maschinen des Kuchenbäckers. „Im Sommer arbeiten sechs bis acht Leute von uns bei Coppenrath & Wiese“, erklärt Thomas Feik: „Sie übernehmen die Revision der Maschinen. Kaputte Teile stellen wir in Einzelfertigung neu her.“ Auch für die Unternehmen Nexans und Essex übernimmt Feik Maschinenbau die Revision.

Zwei Millionen Euro Umsatz mit 27 Mitarbeitern

Im Wettbewerb behaupte sich seine Firma durch Tempo, Flexibilität und Genauigkeit, so Feik: „Wir arbeiten ‚just in time‘, wenn es sein muss auch am Wochenende.“Für Neukonstruktionen im Sondermaschinenbau kooperiert Feik mit einem externen Dienstleister. Feik Maschinenbau erwirtschaftete zuletzt knapp über zwei Millionen Euro Umsatz, 2015 waren es rund 2,2 Millionen. Rund 40 Maschinen gehören zur Ausstattung des Unternehmens, darunter verschiedene Drehbänke, ein Bohrwerk, vier CNC-Fräsen, ein Fünf-Achs- Bearbeitungszentrum, drei CNC- Bänke mit angetriebenen Werkzeugen und zwei Zyklen- Drehbänke. „Wir können alle Metalle schweißen“, erklärt Feik.

Die neue Maschine wiegt 50 Tonnen

Doch Thomas Feik investiert weiter. Im Januar will er eine knapp 400.000 Euro teure, neue Maschine in Betrieb nehmen. Mithilfe des Bearbeitungszentrums vom Typ „Fahrständer Hedelius T6 – 2300“ könnten Werkstücke künftig über fünf statt der sonst üblichen drei Achsen bearbeitet werden, erklärt Feik. Die neue Maschine wiegt 50 Tonnen und wird mit einem Luftkissenfahrzeug geliefert. „Wir brauchen sie, um unseren Maschinenpark zu modernisieren“, sagt der Firmenchef: „Besonders im Bereich der Fräsen werden wir künftig noch genauer, schneller, effektiver und kostengünstiger sein.“ Im Rahmen ihres Programms INNO-OS hat die Wirtschaftsförderung Osnabrücker Land (Wigos) die Investition des Bramscher Unternehmens gefördert. Die Firma Feik sei ein typisches inhabergeführtes Familienunternehmen, sagt Robert Kampmann vom Unternehmensservice der Wigos. Sie behaupte sich erfolgreich am Markt, weil Thomas Feik laufend modernisiere und flexibel und schnell auf Kundenwünsche reagiere. „Besonders gut gefällt uns zudem sein Engagement im Bereich der Berufsausbildung“, so Kampmann.

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