Kühlspezialist Heifo Minusgrade für Lebensmittel, made in Osnabrück


Osnabrück. Nicht einmal ein Zehntel der deutschen Familienunternehmen schafft es in die vierte Generation. Zu denen, die sich seit vielen Jahrzehnten trotz starker Konkurrenz am Markt behaupten, zählt Heifo mit Stammsitz in Osnabrück. Fleischereibedarf und Kältetechnik sind sein Metier.

Außerdem in den Bereichen Klima- und Lüftungstechnik tätig, beschäftigt Heifo 240 Mitarbeiter an den Standorten Osnabrück, Barleben bei Magdeburg und Isernhagen bei Hannover.

Kunden hat Heifo seit 160 Jahren vor allem in der Lebensmittelbranche. Heinrich Fettkötter hatte das Unternehmen 1856 als Einzelhandelsgesellschaft für Stahl- und Silberwaren gegründet, später folgte die Angliederung eines Großhandels für Fleischereibedarf und Fleischereimaschinen. Hans Rüterbories übernahm 1954 das Unternehmen, heute leiten der Enkel Martin Rüterbories und dessen Schwager Björn Reckhorn die Firma als geschäftsführende Gesellschafter.

Dass sich Heifo von anderen Unternehmen der Branche unterscheidet, zeigt der Blick auf das Leistungsspektrum. Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik würden viele Firmen anbieten, doch die Kombination mit Lösungen zur Transportkühlung sowie Fleischereibedarf und Fleischereimaschinen sei sicherlich einzigartig, argumentiert die Führungsspitze.

Gute Kontakte in die Autoindustrie

Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik sind Partnerschaften. So rüsten Heifo und das Osnabrücker Autohaus Rahenbrock gemeinsam Kühltransporter aus. Gut 500 dieser Fahrzeuge wurden auf Ford-Basis bereits produziert. Ein Kühlwagen aus der Kooperation Heifo/Rahenbrock fährt unter anderem auf den Färoer-Inseln im Nordatlantik. Aber auch zu anderen Autobauern hat Heifo bereits die Fühler ausgestreckt.

Schon seit 1998 arbeiten die Osnabrücker eng mit dem japanischen Konzern Mitsubishi Heavy Industries zusammen. Hier ist Heifo Generalimporteur von Kühlmaschinen, die in Lkws und Anhänger eingebaut werden.

Für dieses Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von etwa 50 Millionen Euro (2015: 53 Millionen Euro). Den Rückgang führt das Management vor allem auf die Russland-Sanktionen der EU zurück. Aktuell liefert Heifo an die russischen Geschäftspartner lediglich Ersatzteile aus. Durch neue Aktivitäten im Bereich Pharmatransporter versuchen die Osnabrücker, zumindest einen Teil der Russland-Einbußen zu kompensieren.

Neuer Markt im Heifo-Universum: Australien

Der Export trägt etwa zehn Prozent zum Umsatz bei. Die wichtigsten Auslandsmärkte: die Niederlande, die Schweiz, Polen, Belgien, Luxemburg und Österreich. Aber auch mit Südafrika wurden bereits Geschäfte abgewickelt. In Australien rechnet man sich künftig ebenfalls gute Absatzchancen aus, zumal dort in diesem Jahr ein Partner gefunden wurde.

Mit einem Anteil von 30 Prozent entfällt der größte Teil des Umsatzes auf das Geschäftsfeld Fleischereibedarf, gefolgt von Fleischereimaschinen, Kältetechnik und der Transportkühlung mit jeweils um die 20 Prozent. Der Bereich Klima- und Lüftungstechnik trägt etwa zehn Prozent zum Umsatz bei.


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