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Abwicklung bis Ende des Jahres Georgsmarienhütte verkauft Bahntochter an Chinesen

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Die Bahntochter „Bahntechnik Gruppe“ der Georgsmarienhütte Holding ist weltweit führender Hersteller von Eisenbahnrädern und -achsen und stellt unter anderem Räder und Achsen für Chinas Hochgeschwindigkeitszug CRH her. Foto: imago stock&peopleDie Bahntochter „Bahntechnik Gruppe“ der Georgsmarienhütte Holding ist weltweit führender Hersteller von Eisenbahnrädern und -achsen und stellt unter anderem Räder und Achsen für Chinas Hochgeschwindigkeitszug CRH her. Foto: imago stock&people

Georgsmarienhütte. Die Georgsmarienhütte Holding (GMH) hat sich mit einer chinesischen Investorengruppe auf den Verkauf der Tochtergesellschaft „Bahntechnik Gruppe“ geeignet. Bis Ende des Jahres soll der Verkauf über die Bühne gehen.

„Die Verhandlungen über den Verkauf sind abgeschlossen. Die Anmeldeverfahren beim chinesischen Kartellamt sowie bei der Behörde für Außenwirtschaft sind eingeleitet worden. Der Verkauf soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein“, heißt es vonseiten der Georgsmarienhütte. Bereits am 30. September einigten sich die GMH mit einer chinesischen Investorengruppe unter Führung der Full Hill Enterprises auf eine Veräußerung der firmeneigenen Bahntochter. Über die Konditionen des gemeinsamen Beschlusses vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

„Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller standortsichernden Argumente, wurde entschieden, dass die zukünftige Nachhaltigkeit der Bahngruppe durch einen Verkauf oder eine Zusammenarbeit mit einem starken chinesischen Partner außerordentlich gefördert werden kann“, erklärte die Georgsmarienhütte weiter. So seien der blühende Eisenbahnmarkt Chinas und die anhaltende Wachstumsdynamik im Land der aufgehenden Sonne ausschlaggebend gewesen, um eine Übernahme der Tochtergesellschaft in die Wege zu leiten.

Führender Hersteller von Einsenbahnrädern und -achsen

Die Bahntechnik Gruppe gilt weltweit als führender Hersteller von Eisenbahnrädern- und achsen, mit Standorten in Bochum, Ilsenburg (Harz), Brand-Erbisdorf (Sachsen) und Sao Paulo in Brasilien. Mit dem Verkauf will die Georgsmarienhütte Holding, zu der insgesamt rund 36 Unternehmen zählen, die Zukunftsfähigkeit der Unternehmensgruppe sichern.

„In den letzten Jahren hat der chinesische Eisenbahnmarkt, mit seinen Ansprüchen von Milliarden Nutzern und jährlichen Investitionen von 100 Milliarden Euro, eine nie dagewesene Wachstumsdynamik erlebt, die von keinem internationalen Unternehmen im Bahnsektor ignoriert werden kann“, so die GMH. „Aus diesen Gründen hat Georgsmarienhütte Holding vor einigen Monaten strategische Gespräche mit verschiedenen Interessenten aufgenommen“, die nun zu einem vorläufigen Verkauf der Bahntochter geführt haben. Nach Angaben der GMH soll der Verkauf der Bahntochter zunächst keine Auswirkungen auf die einzelnen Standorte oder mögliche Stellenkürzungen haben.

(Weiterlesen: GMH-Tochter IAG Magnum beantragt Insolvenzschutz)


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