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Nach Großbrand in Lohne im März 2016 500 Jobs fallen weg: Wiesenhof-Chefs und Betriebsrat einigen sich

Ende März hatte ein technischer Defekt in der Wiesenhof-Schlachterei in Lohne einen Großbrand ausgelöst. 500 Arbeitsplätze bei Wiesenhof in Lohne wurden gestrichen. Foto: Imago/nphEnde März hatte ein technischer Defekt in der Wiesenhof-Schlachterei in Lohne einen Großbrand ausgelöst. 500 Arbeitsplätze bei Wiesenhof in Lohne wurden gestrichen. Foto: Imago/nph

Osnabrück. Die Geschäftsleitung von Wiesenhof und der Betriebsrat der Schlachterei in Lohne haben ihre Streitigkeiten beigelegt. Damit steht fest, dass nach dem Großbrand Ende März 500 Arbeitsplätze wegfallen.

Ende März hatte ein technischer Defekt in der Wiesenhof-Schlachterei in Lohne einen Großbrand ausgelöst. Große Teile der Fabrik wurden dabei zerstört. Im Juli kündigte das Unternehmen dann an, dass von den 750 festangestellten Mitarbeitern nur 213 bleiben dürfen. Stattdessen stellte das Unternehmen zahlreiche Leiharbeiter ein. Der Betriebsrat in Lohne hatte sich stets gegen die Entlassungen gewehrt. Es hieß dabei des Öfteren, das Gremium sei bei den Entscheidungen übergangen worden. Der Betriebsrat hatte den Geflügelspezialisten in diesem Zusammenhang sogar verklagt.

Unstimmigkeiten bereinigt

Angesichts dieser Streitigkeiten mag die Einigung, die Wiesenhof am Mittwoch verkündete, durchaus überraschen. In den vergangenen Tagen sei es gelungen, „die Auseinandersetzungen zu klären, die seit dem verheerenden Großbrand vom 28. März 2016 in Lohne auf beiden Seiten zu Unstimmigkeiten geführt haben“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Dies bedeute auch, dass die juristischen Verfahren zwischen Betriebsrat und der Firma eingestellt worden seien. Es bleibt bei dem Wegfall von 500 Jobs.

Betriebsrat zufrieden

„Wir konnten nicht alle unsere Forderungen durchsetzen, sind aber mit dem jetzigen Ergebnis einverstanden und zufrieden“, wird der Betriebsratsvorsitzende Zafer Babacan in der Pressemitteilung zitiert. Durch die Vereinbarung wurden zudem die Arbeitszeiten von 10 Uhr bis 18.30 Uhr festgelegt wurden. Zudem hätten sich beide Seiten darauf verständigt, dass zukünftig von Montag bis Samstag gearbeitet wird. Die wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden solle nicht überschritten werden.


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