VW im Streit mit Zulieferern Linke kritisiert Volkswagen: „Kürzen, bis es kracht“

Von Melanie Heike Schmidt

Wenig glänzende Aussichten: VW stoppt wegen fehlender Bauteile auch in Wolfsburg die Golf-Fertigung. Herbert Behrens (Die Linke) kritisiert die Sparpolitik des Konzerns.  Foto: AFPWenig glänzende Aussichten: VW stoppt wegen fehlender Bauteile auch in Wolfsburg die Golf-Fertigung. Herbert Behrens (Die Linke) kritisiert die Sparpolitik des Konzerns. Foto: AFP

Osnabrück. Mit Blick auf den Streit zwischen Volkswagen und zwei seiner Zulieferfirmen kritisiert Herbert Behrens, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses für den Diesel-Abgasskandal, den Konzern für seinen rigiden Sparkurs.

Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Herbert Behrens, Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses für den Diesel-Abgasskandal: „Die Konzernleitung von Volkswagen kürzt jetzt, bis es kracht.“

Abgasskandal „milliardenschweres Desaster“

Bereits in der Vergangenheit hätten Lieferanten und Mitarbeiter „dafür zahlen müssen, wenn der Vorstand durch falsche Entscheidungen den Konzern in Bedrängnis gebracht hatte“, kritisierte der Bundestagsabgeordnete der Linken. „Jetzt werden Folgen des milliardenschweren Desasters, das mit der betrügerischen Abgas-Manipulation verursacht worden ist, einfach weitergereicht“, so der Obmann im Verkehrsausschuss des Bundestages.

Mitarbeiter und Zulieferer als Leidtragende

Leidtragende seien 20.000 Mitarbeiter der Belegschaft, deren Kurzarbeit aus Mitteln der Bundesagentur finanziert werden müsse, sowie die „Zulieferer, die an der kurzen Leine gehalten werden sollen“, sagte der Landesvorstand der Linken in Niedersachsen weiter.

Suche nach einer Lösung geht weiter

Der Streit zwischen VW und Zulieferern aus Sachsen hat die Produktion des VW-Topmodells Golf lahmgelegt. Mit Beginn der neuen Woche wollen beide Seiten weiter nach einer Lösung suchen, hieß es am Sonntag. Die Golf-Produktion in Wolfsburg soll bis einschließlich Samstag unterbrochen sein.