Marke der Bell-Gruppe Fleischverarbeiter Zimbo aus Börger will Position weiter stärken

In vier Geschmacksrichtungen bietet Zimbo seit März „Beef Jerky“ an. Die Verantwortlichen sehen in dem Trockenfleisch ein großes Wachtsumspotenzial. Foto: ZimboIn vier Geschmacksrichtungen bietet Zimbo seit März „Beef Jerky“ an. Die Verantwortlichen sehen in dem Trockenfleisch ein großes Wachtsumspotenzial. Foto: Zimbo

Osnabrück. Der emsländische Fleischverarbeiter Zimbo setzt auf Regionalität und Tierschutz. Mit „Beef Jerky“ möchte die Marke der Bell-Gruppe weiter punkten.

Im emsländischen Börger stellt die Marke Zimbo seit 40 Jahren Fleisch- und Wurstspezialitäten her. 1953 von Max Zimmermann im nordrhein-westfälischen Witten gegründet, wurde Zimbo einige Jahre später zu einem Pionier für Fleisch- und Wurstprodukte im Selbstbedienungsregal. Den Schritt vom Großhändler zur eigenen Produktion vollzog das Unternehmen 1976, als es in Börger den ersten eigenen Herstellungsbetrieb eröffnete.

Bereits seit den Anfängen setzt der Fleischverarbeiter auf Regionalität: Es sind vor allem Wurstwarenhersteller aus der Umgebung, die Zimbo beliefern.

Weitere Herstellungsbetriebe eröffnet

Mit dem Erfolg kommt auch das Wachstum. Weitere Produktionsstätten werden in Suhl (Thüringen) und Bad Wünnenberg (Nordrhein-Westfalen) gegründet, in denen ebenfalls vor allem landestypische Spezialitäten hergestellt werden. Auch außerhalb Deutschlands ist Zimbo aktiv: Herstellungsbetriebe in Ungarn, Frankreich und Polen folgten.

Trotz dieser Expansion befindet sich das Herz des Fleischverarbeiters nach wie vor im Emsland. Die Produkte werden weiterhin vornehmlich in Börger produziert. Auf einer Fläche von 12000 Quadratmetern beschäftigt Zimbo dort nach eigenen Angaben rund 160 Mitarbeiter. Mittlerweile ist Zimbo aber kein eigenständiges Unternehmen mehr, sondern eine Marke der Schweizer Bell-Gruppe, die mit einem Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro und 30 Herstellungsbetrieben in ganz Europa zu den führenden Fleisch-und Convenience-Verarbeitern auf dem Kontinent zählt.

„Beef Jerky“ seit März in den Regalen

Besonders stolz ist Zimbo auf sein Zwiebelmett, das in fünf verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten wird und als erfolgreichstes Produkt der Marke gilt. Dies könnte sich allerdings bald ändern, da Zimbo im März einen Fleischsnack auf den Markt gebracht hat, in dem die Verantwortlichen ein großes Wachstumspotenzial sehen. „Beef Jerky“ ist ein recht kalorienarmes und proteinreiches Essen, das zwar in vielen Teilen der Welt schon seit Jahrhunderten gerne verzehrt wird, in Deutschland aber bislang noch einen Exoten verkörpert.

Bei der Herstellung wird das Fleisch in dünne Scheiben geschnitten – ähnlich wie Rouladen. Nachdem die Stücke mit Gewürzen mariniert wurden, werden sie in speziellen Kammern bei einer bestimmten Temperatur gelagert. Das Fleisch verliert dabei rund 50 Prozent seines ursprünglichen Gewichts.

Der Wunsch nach Ursprünglichkeit

In vier Geschmackssorten bietet Zimbo das Trockenfleisch an, das einem generellen Ernährungstrend entspreche. „Der Snack passt perfekt in unsere Zeit, in der das Ursprüngliche wieder geschätzt, aber auf zeitgemäße Weise verfeinert wird“, sagt Jochen Bremecker, Marketingleiter Marke bei Bell. „Back to the Roots“, laute das Motto, immerhin sei „pures Fleisch eines der ursprünglichsten Nahrungsmittel der Menschheitsgeschichte“.

Tierschutz als wichtiges Thema

Ursprünglichkeit ist jedoch nicht der einzige Trend in der Fleisch- und Wurstbranche, dem Zimbo folgt. „Nachhaltigkeitsthemen wie Tierschutz beeinflussen zunehmend die Kaufentscheidung der Verbraucher“, so Bremecker. Für „Beef Jerky“ werde beispielsweise ausschließlich Bio-Rindfleisch aus eigener Erzeugung verwendet. Nach Auskunft des Marketingleiters Marke entsprechen alle Zimbo-Produkte den Anforderungen nach erhöhten Tierschutzkriterien in der Nutztierhaltung. Diese werden unter anderem durch ein größeres Platzangebot für die Tiere und kürzere Transportzeiten erfüllt.

„Position weiter stärken und ausbauen“

Zimbo gehört mittlerweile zu den führenden Fleisch- und Wurstwarenlieferanten in Deutschland, auch in Osteuropa seien die Produkte bei den Verbrauchern beliebt, so Bremecker. Doch was sind die Ziele für die kommenden Jahre? „Diese Position werden wir weiter stärken und ausbauen“, so der Marketingleiter Marke bei Bell.


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