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Plagiatsstreit der Burgerbrater „Peter Pane“ unterliegt „Hans im Glück“ vor Gericht

Ein „Hans im Glück“-Burger-Restaurant in München. Foto: dpaEin „Hans im Glück“-Burger-Restaurant in München. Foto: dpa

München/Osnabrück. Die Gastronomie-Kette „Hans im Glück“ hat sich vor Gericht gegen den Konkurrenten „Peter Pane“ durchgesetzt: Das Landgericht München I habe den erhobenen Plagiatsvorwurf gegen „Peter Pane“ bestätigt, teilte „Hans im Glück“ mit. „Peter Pane“ interpretiert den Entscheid anders.

Der Vorwurf: Der Betreiber der „Peter Pane“-Restaurants unter anderem in Osnabrück, Bremen und Oldenburg, die Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, habe das Gestaltungs- und Raumkonzept von „Hans im Glück“ kopiert. Das Landgericht habe Paniceus nun die Nutzung des „Hans im Glück“-Raumkonzepts für den Betrieb von Burgergrill-Restaurants untersagt. Paniceus müsse die Restaurants so umbauen, dass eine Verwechslung ausgeschlossen sei, schrieb die Münchner Hans im Glück Franchise GmbH in einer Mitteilung.

Baumelemente im Restaurant

Erhalten geblieben sind in der „Peter Pane“-Ausstattung beispielsweise dünne Baumstämme oder -äste als Dekorationselemente. Bei „Hans im Glück“ tragen sie Birkenrinden, bei „Peter Pane“ stehen Baumelement ohne Rinde im Raum.

Paniceus merkte zu dem Münchner Urteil an, es laufe ins Leere, da das Gericht über ein Aussehen der Restaurants entschieden habe, das es so schon nicht mehr gebe. Die Restaurants seien umgebaut worden. Unter anderem gebe es eine neue Decke, einen neuen Boden, neue Wanddekorationen, neue Tischplatten und eine neue Speisekarte.

„Eine Schließung der Restaurants ist von dem Gericht nicht verlangt worden und auch nicht durchsetzbar“, schrieb Paniceus in einer Mitteilung. Der Betrieb der Restaurants gehe weiter.

Paniceus hatte ursprünglich zwölf „Hans-im-Glück“-Filialen als Franchisenehmer betrieben. Die Geschäftspartner hatten sich jedoch im Streit getrennt. Paniceus gestaltete seine Restaurants daraufhin Anfang 2016 um und betreibt sie unter der neuen Marke „Peter Pane“ weiter. Nach eigenen Angaben will Paniceus noch in diesem Jahr fünf neue Restaurants eröffnen und bis 2019 auf 30 Standorte anwachsen.


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