Gewinn bricht ein Milchkrise trifft Deutschlands größte Molkerei DMK

Von dpa

Milchbauern protestieren vor einem Milch- und Käsewerk des DMK in Edewecht (Niedersachsen) gegen niedrige Milchpreise. Foto: dpaMilchbauern protestieren vor einem Milch- und Käsewerk des DMK in Edewecht (Niedersachsen) gegen niedrige Milchpreise. Foto: dpa

Osterholz-Scharmbeck. Deutschlands größte Genossenschaftsmolkerei DMK schreibt zwar keine Verluste – aber die Milchkrise drückt Umsatz und Gewinn deutlich nach unten.

Der Gewinn der Genossenschaftsmolkerei brach 2015 nach vorläufigen Zahlen auf 13 Millionen Euro ein, nach 42,3 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte.

Grund hierfür sei, dass das Deutsche Milchkontor (DMK) 30 Millionen Euro zusätzlich an die Landwirte ausgeschüttet habe. Damit solle die „Liquidität der Milchlieferanten angesichts der schwierigen Situation am Weltmarkt“ gestützt werden. Dort herrscht ein Überangebot an Milch.

Außerordentliche Versammlung

Der DMK-Umsatz fiel um 11 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Am Unternehmenssitz in Osterholz-Scharmbeck kamen rund 400 Landwirte aus zehn Bundesländern zu einer außerordentlichen Vertreterversammlung zusammen. Das Milchkontor verarbeitet an 26 Standorten in zehn Bundesländern 6,8 Milliarden Kilogramm Milch pro Jahr, das war ähnlich viel wie 2014. Allerdings sank die Zahl der Betriebe, die ihre Milch an das DMK lieferten, um rund sechs Prozent auf 8350.

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