Nach Feuer bei Westfleisch Schlachthofbrand in Paderborn: 400 Schlachter ohne Job

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Osnabrück. Nachdem ein Feuer den Westfleisch-Schlachthof in Paderborn zerstört hat, stehen nun rund 400 Werkvertrags-Schlachter ohne Arbeit da. Für 160 eigene Angestellte sucht das Unternehmen derzeit eine neue Beschäftigung innerhalb des Unternehmens.

Das geht aus einer Mitteilung hervor, die Westfleisch am Montag veröffentlicht hat. „Zurzeit wird daran gearbeitet, möglichst vielen Beschäftigten eine Übergangslösung in Schwesterunternehmen anbieten zu können“, heißt es darin.

Keinerlei Perspektive haben derweil die Schlachter, die per Werkvertrag in dem Betrieb gearbeitet hatten. Es sei nicht abzuschätzen, wann der Betrieb in Paderborn wieder aufgenommen werden könne. „Aus diesem Grund mussten die bestehenden Werkverträge vorsorglich gekündigt werden.“ Nach Angaben eines Sprechers sind davon 400 Arbeiter betroffen, die für Westfleisch-Subunternehmer arbeiten. (Weiterlesen: Feuer bei Westfleisch: 1000 Schweine gerettet)

30.000 Schweine pro Woche geschlachtet

Am Rosenmontag hatte ein Feuer den kompletten Schlachthof zerstört. Meterhoch schlugen die Flammen aus den Gebäuden. Die Ursache ist immer noch unklar. Zwei Mitarbeiter wurden leicht verletzt. Laut Westfleisch seien die Arbeiter wieder wohlauf. An dem Standort in Paderborn wurden 1300 Rinder und 30.000 Schweine pro Woche geschlachtet.

Auswirkungen auf Dissen?

„Die Produktionsausfälle werden durch Schwesterbetriebe innerhalb des Konzerns aufgefangen“, heißt es in der Mitteilung. Der neu erworbene ehemalige Gausepohl-Schlachthof in Dissen, Landkreis Osnabrück, spiele dabei keine Rolle, so ein Unternehmenssprecher. Gemeinsam mit dem Mitbewerber Danish Crown will Westfleisch hier demnächst Sauen schlachten. Die Schlachtanlage befände sich aber noch im Aufbau und sei zudem nicht auf Schweine ausgelegt, sagt der Sprecher. Im Spätsommer oder Frühherbst soll die Sauenschlachtung anlaufen. (Weiterlesen: Nach Gausepohl-Pleite: Bald Sauen-Schlachtung in Dissen)


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