Preis „Ehrbares Unternehmertum“ Großbäckerei Brinkhege für soziales Engagement geehrt

Von Christian Schaudwet


Osnabrück. Die Großbäckerei Brinkhege in Bissendorf bei Osnabrück hat die Auszeichnung „Ehrbares Unternehmertum 2015“ der Wirtschaftsjunioren Osnabrück erhalten.

Die Organisation würdige das Unternehmen damit für sein „besonderes soziales Engagement“ für seine Mitarbeiter und die Region Osnabrück, teilten die Wirtschaftsjunioren mit.

Der Nahrungsmittelhersteller mit über 400 Beschäftigten überzeugte die Jury insbesondere mit seiner Teilzeit-Ausbildung für junge Mütter. Da der Betrieb auf Arbeitsstunden verzichtet, können die jungen Frauen ohne Einschränkung in der regulären Ausbildungszeit von drei Jahren ihr praktisches und schulisches Berufstraining absolvieren. „Aus der Region für die Region ist ein Basisgedanke der Unternehmensphilosophie“, sagte IHK-Präsident Martin Schlichter in seiner Laudatio während der Preisverleihung am Samstag in Osnabrück.

Die Jury würdigte auch Brinkheges Einsatz für die „Osnabrücker Kindertafel“. Die Bäckerei stellt der Hilfsorganisation regelmäßig Backwaren aus ihrer Produktion zur Verfügung und hat dafür an ihrem Hauptsitz Bissendorf bei Osnabrück einen speziellen Abholraum eingerichtet, zu der die Mitarbeiter der „Tafel“ Zugang haben.

„Wir erleben ein gewisses Understatement“

Die Wirtschaftsjunioren der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim haben den Preis zum vierten Mal verliehen. Sie wollen damit Unternehmen würdigen und fördern, die den Begriff „ehrbarer Kaufmann mit Leben füllen“ und sich in besonderem Maße gesellschaftlich einbringen, sagen sie.

„Wir erleben bei diesen Themen häufig ein gewisses Understatement“, sagt die Projektkoordinatorin bei den Wirtschaftsjunioren, Katja Brinkhoff. Viele Unternehmen in der Region engagierten sich vorbildlich, täten das von sich aus aber nicht kund. In diesem Jahr haben sich weniger Unternehmen für den Preis beworben als 2014.

Am stärksten sei im Rahmen des seit 2012 ausgerichteten Wettbewerbs bisher überdurchschnittliches Engagement für Mitarbeiter sichtbar geworden, sagt Brinkhoff. Der Wettbewerb sei aber auch für andere Aktivitäten im Sinne unternehmerischer Verantwortung offen, etwa für vorbildlichen Umwelt- und Ressourcenschutz.