Markt- und Technologieführer in Europa BASF investiert kräftig in Lemförde

In einer Pilotanlage wird bei BASF in Lemförde der neue Dämmstoff „Slentite“ produziert. Foto: BASF PolyurethanesIn einer Pilotanlage wird bei BASF in Lemförde der neue Dämmstoff „Slentite“ produziert. Foto: BASF Polyurethanes

Lemförde. Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Eine herausragende Rolle spielt dabei Polyurethan, das für die Herstellung von vielen Konsumartikeln und Industrieprodukten verwendet wird. Zu den Unternehmen, die mit ihrem Know-how immer wieder neue Einsatzmöglichkeiten schaffen, zählt die BASF Polyurethanes GmbH in Lemförde.

Bis zum 31. März 2010 firmierte das Unternehmen als Elastogran GmbH. Als Markt- und Technologieführer für Polyurethan-Systeme und Kunststoffspezialitäten in Europa ist die Firma Teil der BASF-Gruppe, des weltweit führenden Chemiekonzerns. Polyurethan ist das bevorzugte Material für Produkte wie die Dämmung von Gebäuden, Kühl- und Gefriergeräten, die Polsterung von Möbeln und Matratzen, für Schuhsohlen oder Sportbekleidung.

Die BASF Polyurethanes GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von mehr als 2,3 Milliarden Euro, das entsprach einer leichten Steigerung gegenüber dem Jahr zuvor von knapp zwei Prozent. Das fehlende Marktwachstum in Süd- und Osteuropa sowie geopolitische Konflikte hätten das Geschäftsumfeld beeinträchtigt, sagt Geschäftsführer René Lochtmann. Die Zahl der Mitarbeiter stieg dennoch um 31 auf 1442. Damit zählt das 1962 gegründete Unternehmen zu den größten Arbeitgebern in der Dümmerregion.

Weitere Neueinstellungen

Ziel ist es laut Lochtmann, 2015 den Personalbestand weiter aufzustocken. Einen hohen Stellenwert hat für die BASF-Tochter auch der Ausbildungsbereich – hier waren Ende vergangenen Jahres 54 junge Menschen tätig, diese Zahl soll weiter steigen.

Die Perspektiven für die kommenden Jahre schätzt Lochtmann optimistisch ein. „Mit unserer marktorientierten Organisationsstruktur bei Performance Materials und Monomers sowie innovativen Produkten sind wir für die Zukunft hervorragend aufgestellt“, betont der Geschäftsführer.

Vertrauensbeweis für Standort

Als Vertrauensbeweis für den Standort wertet der Manager die in jüngster Zeit getätigten Investitionen. So wurde mit der Einweihung des neuen Produktionskomplexes für thermoplastisches Polyurethan die bislang größte Einzelinvestition in Lemförde fertiggestellt. Das Investitionsvolumen für dieses Objekt beläuft sich laut Lochtmann auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag, es entstanden 20 neue Arbeitsplätze. Konkretere Angaben wollte der Manager aus Wettbewerbsgründen nicht machen. Außerdem investierte das Unternehmen in den Bau einer Pilotanlage für einen neuen Dämmstoff sowie in eine umfangreiche Modernisierung der Cellastro-Produktion. Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt das Unternehmen in Lemförde über 200 Mitarbeiter.

Ausgezeichnete Familienfreundlichkeit

Dass dem Unternehmen auch das Wohlergehen der Belegschaft sehr am Herzen liegt, wird durch eine familienbewusste Personalpolitik untermauert, etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle, mit speziellen Maßnahmen und Aktionen bei Schwangerschaft, Elternzeit und Kinderbetreuung oder bei der Pflege von Angehörigen. Für ihr Engagement wurde die BASF-Tochter Ende Juni zum zweiten Mal von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung mit dem Zertifikat berufundfamilie ausgezeichnet. (Weiterlesen: BASF-Sommerlauf gegen Kinderarmut)

Laut dem Bürgermeister der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde, Rüdiger Scheibe, trägt die BASF Polyurethanes GmbH mit ihrer Wirtschaftskraft „in herausragender Weise zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei“. Das Unternehmen sichere Arbeitsplätze und Einkommen auch bei umliegenden Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsfirmen. Zudem unterstütze die BASF-Tochter zahlreiche soziale Projekte in der Umgebung, sagt Scheibe.

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