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Nach Bildern aus Zuchtanlagen Baumarkt Obi stellt Verkauf von Kleintieren komplett ein

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In Obi-Baumärkten sollen künftig keine Kleintiere mehr verkauft. Foto: Colourbox.deIn Obi-Baumärkten sollen künftig keine Kleintiere mehr verkauft. Foto: Colourbox.de

Osnabrück. In Obi-Baumärkten sollen künftig keine Kleintiere mehr verkauft. Damit reagiert der Konzern auf eine Kampagne der Tierrechtsaktivisten von Peta. Die hatten Aufnahmen aus Zuchtanlagen von Meerschweinchen, Kanarienvögeln und Kaninchen veröffentlicht und damit eine Debatte losgetreten. Auch ein Züchter aus Melle war in den Fokus geraten.

„Wir freuen uns, dass OBI Herz zeigt und das brutale Geschäft mit der ‚Ware Tier‘ nicht mehr unterstützt“, heißt es in einer Peta-Mitteilung. Die Aktivisten forderten weitere Unternehmen auf, dem Vorbild zu folgen. (Weiterlesen: Peta wirft Tierhändler aus Melle Quälerei vor)

Obi: Verkauf in nur 15 Märkten

Etwas anders liest sich die Darstellung von Obi selbst. Der Konzern erklärte, dass bislang lediglich in 15 von Franchisepartnern geführten Obi-Märkten Kleintiere verkauft worden seien. In den restlichen mehr als 550 Filialen weltweit sei dies nicht der Fall gewesen. Das Unternehmen habe sich nun entschieden, den Verkauf von Kleintieren in sämtlichen Obi-Märkten zu stoppen. Dazu würden Gespräche mit den Franchise-Partnern geführt.

Kampagne gegen Baumärkte

Obi-Geschäftsführer Sergio Giroldi teilt mit: „ Abschließend bitten wir PETA, aufgrund der beschriebenen Maßnahmen von OBI ihren Kampagnenschwerpunkt zu überdenken.“ Die Tierrechtler hatten eine Kampagne gestartet und Unterschriften gesammelt. Im Zuge der Petition seien innerhalb von sechs Tagen mehr als 50.000 Stimmen zusammengekommen. Prominente wie der Sänger „Thomas D.“ hatten sich daran beteiligt. (Weiterlesen: Exotische Haustiere: Regierung nimmt Handel unter die Lupe)

Züchter aus Melle wehrt sich gegen Vorwürfe

Im April hatte Peta Bilder und Videos aus Kleintierzuchten veröffentlicht. Darauf waren Vögel, Meerschweinchen oder Kaninchen zu sehen, die auf engstem Raum lebten. Teilweise waren Tiere verletzt oder tot.

Dabei war auch ein Kleintierzüchter aus Melle in den Fokus gerückt. Peta hatte Anzeige gegen den Unternehmer erstattet. Der wehrte sich gegen die Vorwürfe . „Ich bin bei meinen Kunden für die artgerechte Haltung und Sauberkeit bekannt“, sagte er unserer Redaktion. Die Peta-Bilder würden nicht der Wahrheit entsprechen.


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