Auch in mittelgroßen Städten wie Osnabrück Preise privater Wohnhäuser steigen weiter


Osnabrück. Nicht nur in den Metropolen, sondern auch in mittelgroßen Städten werden die Preise privater Wohnhäuser weiter deutlich steigen. Das sagt der Immobilien-Finanzierungsdienstleister Interhyp voraus. Auf dem Land dagegen rechnet Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen für viele Häuser mit Wertverlust.

„Wir erwarten weiter steigende Preise in attraktiven Lagen auch in Städten wie beispielsweise Osnabrück , Münster, Heilbronn und Magdeburg“, sagte Interhyp-Vorstandsmitglied Mirjam Mohr im Gespräch mit unserer Redaktion. „In ländlichen Gebieten dagegen werden die Preise stagnieren, teils wird es Wertverlust geben.“

Teurer werden Privathäuser demnach nicht nur in Kernlagen, sondern auch in den Randgebieten der Städte. Dorthin weichen derzeit viele Familien mit Kindern aus, die zwar gern in der Stadt leben, sich Wohneigentum wegen steigender Preise dort aber nicht leisten können.

Mohr befürchtet aber infolge des Trends keine Preisblase. „Die Preise steigen stark, und es gibt punktuell Überhitzungen in Kernlagen, aber eine Blase droht in Deutschland nicht“, sagte Mohr während der Eröffnung einer neuen Interhyp-Niederlassung in Osnabrück.

Dem Finanzierungsvermittler zufolge hat der Durchschnittskaufpreis pro Immobilie in Niedersachsen in den vergangenen sieben Jahren um rund 26 Prozent auf 248.733 Euro zugelegt. Vor allem die Immobilienpreise in Großstädten sind zuletzt kräftig gestiegen. Deutlich erkennbar ist der Trend seit 2010. Zuvor hatten die Hauspreise in Deutschland Interhyp zufolge zehn Jahre lange nahezu stagniert.

Die Bundesbank warnte mit Blick auf die anstehenden Staatsanleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank bereits im Januar vor einer Überhitzung des deutschen Immobilienmarktes. Die Wahrscheinlichkeit für Vermögenspreisblasen wachse durch die Staatsanleihenkäufe, sagte ein Bundesbank -Vorstandsmitglied.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN