Ausfälle und längere Fahrzeiten Neues Stellwerk für Osnabrücker Hauptbahnhof

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Der Osnabrücker Hauptbahnhof erhält im Jahr 2016 ein Elektronisches Stellwerk (ESTW). Der Bau beeinträchtigt auch den Regional- und Fernverkehr. Foto: Michael GründelDer Osnabrücker Hauptbahnhof erhält im Jahr 2016 ein Elektronisches Stellwerk (ESTW). Der Bau beeinträchtigt auch den Regional- und Fernverkehr. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Der Osnabrücker Hauptbahnhof erhält in den kommenden Jahren nicht nur neue Bahnsteige: Auch in den Bau eines neuen Stellwerks investiert die Deutsche Bahn. Dies wird voraussichtlich im Jahr 2016 über die Bühne gehen – und auch für Einschränkungen im Bahnverkehr in der Region sorgen.

Die alte, relaisgesteuerte Stellwerkstechnik stammt noch aus dem Jahr 1966. Künftig werden die Signale von einem Elektronischen Stellwerk (ESTW) digital gestellt.

Zur geplanten Investitionssumme äußert sich die Bahn auf Nachfrage nicht – genauere Informationen könnten erst nach Abschluss der Vorentwurfsplanung gegeben werden. Üblicherweise kosten solche Vorhaben jedoch einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Die in der vergangenen Woche angekündigte Sanierung der Bahnsteige des Osnabrücker Hauptbahnhofs soll etwa zehn Millionen Euro kosten. Darüber hinaus will die Deutsche Bahn weitere 16 Stationen in der Region aufmöbeln.

Nach vorläufigen Plänen der Bahn wird es in der zweiten Jahreshälfte 2016 zu teils deutlichen Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr kommen. Im Fernverkehr werden demnach einzelne Züge am Freitag und Sonntag die Baustelle weiträumig umfahren und nicht in Osnabrück und Münster halten. Regionalzüge nach Münster fallen zwischen Osnabrück und Lengerich aus, auf dem „Haller Willem“ nach Bielefeld zwischen Osnabrück und Wellendorf. Auch Güterzüge zum Stahlwerk Georgsmarienhütte seien betroffen.

Im nördlichen Streckenabschnitt Richtung Bremen, zwischen Osnabrück und Vehrte, komme es den Plänen zufolge während der Bauarbeiten nur zur Umleitung einiger Güterzüge. Inwiefern es zu Einschränkungen auf den Strecken Richtung Oldenburg, Delmenhorst, Rheine und Hannover kommen wird, geht aus den Unterlagen nicht hervor.

Bundesweit will die Deutsche Bahn in den kommenden fünf Jahren rund 28 Milliarden Euro für Erhalt und Ausbau ihrer Infrastruktur ausgeben. Das sind acht Milliarden Euro mehr als im zurückliegenden Zeitraum. In Niedersachsen und Bremen umfasst dieses Programm die Erneuerung von 74 Brücken, 1800 Kilometern Schienen und 940 Weichen.


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