Aus Coma-Markt wird Combi Bünting-Gruppe kauft 26 Supermärkte im Nordwesten


Leer. Die Bünting-Unternehmensgruppe will 26 Läden der Coma-Verbrauchermärkte kaufen und zum 1. Februar 2015 übernehmen. Noch steht die Genehmigung durch das Kartellamt aus, teilte Bünting am Freitag mit.

Schon seit der Gründung der Coma Verbrauchermärkte GmbH & Co. KG 1977 durch Theodor und Johannes Cordes, Meppen, arbeitet die Bünting-Gruppe, Leer, mit dem Unternehmen zusammen. Die Dienstleistungsgesellschaft DHB organisiert für den Meppener Familienbetrieb den Einkauf. Wenn das Kartellamt zustimmt, kann der Handelskonzern zum 1. Februar im Rahmen eines sogenannten Asset Deals 26 Coma Märkte samt Inventar, Warenbestand und Belegschaft übernehmen. Für die Bünting Unternehmensgruppe ist es ein weiterer Schritt, die Marktposition zu festigen und das Filialnetz zu verdichten. Zum 1. Januar 2015 übernimmt sie 88 Standorte der Jibi-Supermarktkette, Bielefeld, was inzwischen vom Kartellamt genehmigt worden ist.

„Wir werden die Coma Märkte in eine neue Gesellschaft übernehmen, an das ohnehin sehr ähnliche Konzept von Combi anpassen und unter diesem Namen weiterführen“, erklärt Manfred Neumann, Vorstandsvorsitzender der Bünting Unternehmensgruppe. „Die Coma Standorte bieten uns eine optimale Möglichkeit, uns in unserem Kerngebiet noch besser aufzustellen und den Kunden ein optimales Nahversorgungsangebot zu bieten.“

Theodor Cordes gründete 1962 in Filsum, Ostfriesland, einen Gemischtwarenladen. 1964 zog er mit dem Betrieb nach Meppen um. Hier eröffnete er 1977 zusammen mit seinem Bruder Johannes den ersten Coma-Verbrauchermarkt. Beim Jubiläum 2012 gab es 36 im Westen Niedersachsens. In den letzen Jahren kam es zu Schließungen, unter anderem 2014 in Bippen, Kreis Osnabrück und Emstek, Kreis Cloppenburg. Bünting übernimmt nur 26 von derzeit 31 Märkten. Angekündigt ist bereits das Ende des Ladens in Molbergen, Kreis Cloppenburg zum 31. Dezember. Wie ein der Redaktion der Neuen Osnabrücker Zeitung zugespieltes internes Papier zeigt, sollen darüber hinaus die Läden in Ankum, Lengerich (Emsland), Schapen und eine der beiden Filialen in Meppen zum 31. Dezember geschlossen werden.

Die Eigentümerfamilie der Coma-Gruppe erklärte am Freitag, dass mit der Bünting-Gruppe jahrzehntelange intensive Geschäftsbeziehungen bestehen, die durch Vertrauen und Fairness geprägt sind. „Die Eigentümerfamilie ist sich sicher, dass durch diesen Verkauf die erfolgreiche Tradition und die Inhalte für die die Coma Lebensmittelmärkte stehen, fortgesetzt werden wird.“ Der Verkauf führe zu einer dauerhaften Sicherung der in den Gesellschaften beschäftigten Mitarbeiter. Ein Gesamterhalt der Coma-Gruppe war nicht möglich, sodass insgesamt sechs Gesellschaften und deren Geschäftsbetriebe geschlossen werden. Die Eigentümerfamilie hat sich entschlossen, die von einer Beendigung betroffenen Mitarbeiter sozial abzufedern. Hierzu bietet sie den in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis stehenden Mitarbeitern den Eintritt in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten an.

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Die Bünting Unternehmensgruppe mit heute mehr als 11000 Mitarbeitern ist aus einem 1806 in Leer, Ostfriesland, gegründeten Handelshaus entstanden. Zu ihr gehören das Bünting Teehandelshaus sowie die Vertriebsgesellschaften J. Bünting Coloniale, famila, Combi, Minipreis, Markant Nordwest und Telepoint. Außerdem vereinen sich unter dem Dach der Unternehmensgruppe Bünting E-Commerce für das Online-Geschäft, Bünting Systemkunden als Partner im Großhandel sowie mehrere Dienstleistungsgesellschaften.

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