Konzern gibt 85,6 Milliarden Euro aus VW-Investitionsplan: Wenig Konkretes zum Werk Osnabrück

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Modernere Produktionsanlagen für das VW-Werk Osnabrück soll es in den nächsten Jahren geben. Foto: Michael HehmannModernere Produktionsanlagen für das VW-Werk Osnabrück soll es in den nächsten Jahren geben. Foto: Michael Hehmann

Osnabrück. Das angekündigte Sparprogramm beim Autohersteller Volkswagen wirkt sich nicht auf die Höhe der Investitionen aus: Der Konzern will von 2015 bis 2019 insgesamt 85,6 Milliarden Euro für neue Modelle, Anlagen und Technologien ausgeben – vor einem Jahr plante VW noch mit 84,2 Milliarden Euro bis Ende 2018. Wenig Konkretes ergibt sich dabei für das Werk Osnabrück.

„Mit diesem Investitionsprogramm bekennen wir uns erneut klar zu unseren heimischen Werken und Mitarbeitern“, sagte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn nach einer Aufsichtsratssitzung am Freitag. Mehr als die Hälfte der Summe entfällt auf die 28 deutschen Standorte, rund 16 Milliarden Euro auf Werke in Niedersachsen. Wenig konkret sind jedoch die Aussagen zum Werk Osnabrück: Dort werde in „moderne Produktionsanlagen“ investiert. Weitere Angaben machte VW gegenüber unserer Redaktion nicht.

Mehr Details nennt der Konzern etwa zu Emden: Dort stehe der Ausbau der Modularisierung an, in Braunschweig der Modulare Querbaukasten im Bereich Fahrwerk. In die Motorenentwicklung investiert Volkswagen in Salzgitter, am Konzernsitz Wolfsburg in neue Produktgenerationen und den Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums.

Das Werk in Hannover werde auf Nachfolgemodelle vorbereitet. Zudem gilt die Fabrik mit ihren 14.000 Mitarbeitern als gesichert. Eine Standortvereinbarung sei am Freitag bestätigt worden. Neben dem Multivan bauen die Hannoveraner künftig hochwertige Varianten der Modelle Crafter und Caddy. „Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sind ein Beleg für die Innovationsstärke des Konzerns“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

Das Spar- und Effizienzprogramm von VW-Vorstandschef Winterkorn wirkt sich offenbar nicht auf die Höhe der Investitionen aus. „Effizienz heißt für uns nicht zuletzt: Wir halten die Sachinvestitionen im Konzernbereich Automobile über den gesamten Planungszeitraum auf gleichem Niveau“, sagte er. Der „hohe Innovationsdruck“ erfordere die hohen Ausgaben.

Gut 41 Milliarden Euro gibt Volkswagen für den Ausbau der Produktpalette aus. Schwerpunkte sind ein neues SUV, leichte Nutzfahrzeuge und Nachfolgemodelle in fast allen Fahrzeugklassen auf Basis der modularen Baukastentechnologie. Rund 23 Milliarden Euro fließen in Kapazitätserweiterungen, ein neues Crafter-Werk in Polen und ein Audi-Werk in Mexiko. In der Gesamtsumme sind Investitionen in China nicht enthalten – die dortigen VW-Gesellschaften bringen weitere 22 Milliarden Euro für neue Werke und Produkte aus eigenen Mitteln auf.

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