Aufsichtsrat billigt Finanzkonzept Darlehen für FMO: Kommunen sollen 16 Millionen Euro zahlen

Von Alexander Klay


Osnabrück. Im Aufsichtsrat des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) herrscht Einstimmigkeit für ein langfristiges Finanzkonzept für den weiteren Betrieb des hoch verschuldeten Airports: Mit einem Darlehen in Höhe von 16 Millionen Euro sollen die beteiligten Kommunen im Jahr 2015 eine erste Tranche einbringen.

Auf seiner Sitzung am späten Montagabend verständigte sich der Aufsichtsrat in Greven auf ein Gesamtkonzept,  das bis ins Jahr 2025 reicht und einen Abbau des Schuldenbergs in fast dreistelliger Millionenhöhe umfasst. Es war die sechste Sitzung zu diesem Thema. Die Gesellschafter – allen voran die Städte Osnabrück und Münster – müssen dem Plan noch zustimmen: Sie müssen die Zahlungen leisten.

Flughafen-Geschäftsführer Gerd Stöwer sieht in der Entscheidung des Aufsichtsrats ein „klares Bekenntnis dazu, dass die Region zu ihrem Flughafen und seiner wichtigen regionalwirtschaftlichen Bedeutung steht“, sagte er unserer Redaktion am Dienstag. Als Grund für die Defizite der jünsten Zeit nannte er unter anderem den weitgehenden Rückzug der Flugesellschaft Air Berlin: „Dies führt nun dazu, dass wir we alle kleinen und mittelgroßen Flughäfen aktuell keine positiven Jahresergebnisse einfahren können.“ Deshalb sei der FMO als Infrastrukturunternehmen auf die finanzielle Unterstützung seiner kommunalen Gesellschafter angewiesen. Nach einem deutlichen Einbruch im Jahr 2013  stiegen die Passagierzahlen im bisherigen Jahresverlauf wieder leicht.

Weitere Schritte des Finanzkonzepts sollen im Frühjahr 2015 beraten und entschieden werden, sagte Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Der FMO ist mit seinen regionalwirtschaftlichen Vorzügen, seinen Potenzialen und dem infrastrukturellen Standortvorteil aus meiner Sicht unstrittig.“ Es lohne sich, den Flughafen finanziell so auszustatten, dass er operativ nachhaltig agieren könne, sagte er.