IT-Dienstleister aus dem Emsland Firma Hoseco: Software macht den Klinik-Alltag effizienter

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Hermann Hofhus ist Gründer und Geschäftsführer von Hoseco.Foto: Wilfried RoggendorfHermann Hofhus ist Gründer und Geschäftsführer von Hoseco.Foto: Wilfried Roggendorf

Schapen. Nur ein kleines Firmenschild weist im Vorgarten eines schmucken Einfamilienhauses darauf hin, dass in Schapen im südlichen Emsland ein international operierendes mittelständisches Unternehmen seinen Sitz hat. Die Hoseco GmbH ist ein IT-Dienstleister im Gesundheitswesen: Deren Programme verbinden Krankenhäuser und ihre Einkaufsgemeinschaften mit den großen Lieferanten. Gründer und Geschäftsführer Hermann Hofhus genügt ein rund 30 Quadratmeter großer Büroraum im Erdgeschoss, um von dort aus sein mittlerweile in Spanien, den Benelux-Ländern und der Schweiz aktives Unternehmen zu führen.

Das Konzept: Hoseco stellt eine Software zur Verfügung, mit der Kliniken ihr medizinisches Material erfassen können und, wenn dieses zum Einsatz kommt, es direkt einem Patienten zuordnen können. Auch die automatisierte Nachbestellung ist möglich. „Dies optimiert die Arbeitsabläufe in den Kliniken, sorgt für eine optimierte Logistik und dient letztendlich der Patientensicherheit“, sagt Hofhus.

Hofhus erklärt dies am Beispiel eines Herzschrittmachers: „Früher wurden im Operationssaal Seriennummern auf Krankenakten notiert und per Faxformular ein neues Gerät bestellt.“ Die Software von Hoseco ermögliche einen wesentlich effizienteren Ablauf. „Das Material wird gescannt, automatisch einem Patienten zugeordnet und zugleich beim Lieferanten nachbestellt.“

Dahinter steckt komplexe Technik: Hoseco hat in einem Berliner Rechenzentrum Server angemietet und garantiert den Kunden, zu denen laut Hofhus rund 300 Krankenhäuser und Kliniken gehören, eine 99,95-prozentige Verfügbarkeit.

Von Schapen aus führt Hofhus, der zum Umsatz von Hoseco keine Angaben machen möchte, das strategische Geschäft. „Die operativen Aufgaben überlasse ich im Ausland den Angestellten vor Ort.“ Derzeit beschäftige „Hoseco benelux B.V.“ mit Sitz im niederländischen Hengelo vier Angestellte und die für Spanien und Portugal zuständige „Hoseco iberia S.L.“ in Madrid weitere zehn Mitarbeiter.

Hofhus will in weitere Märkte expandieren. „Derzeit führe ich erste Gespräche mit Kliniken in Saudi-Arabien“, sagt er. Die Möglichkeit dazu verdankt Hoseco nicht zuletzt der Zusammenarbeit mit GHX. Das US-amerikanische Unternehmen macht verschiedene Programme der Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften und der Industrie miteinander kompatibel.

Die in Schapen entwickelten Programme ermöglichen es, dass Daten rund um die Welt laufen – damit am nächsten Tag ein Krankenhaus irgendwo in Europa das medizinische Material zur Verfügung hat, das es für die Patienten braucht.

Zu den Anwendern zählt unter anderem die bundesweit tätige Einkaufsgenossenschaft Clinicpartner. Von der Software verspricht sich der Verbund eine Lösung zur Optimierung der internen Geschäftsabläufe und zur Senkung der Prozesskosten, heißt es in einem Anwenderbericht. „Mit hoseco haben wir einen Partner gefunden, der flexibel auf unsere Bedürfnisse eingeht“, sagte Vorstand Olaf Berse.

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