Oldenburgische Landesbank Bank im Osnabrücker Land neu aufgestellt

Von Alexander Klay

Die Oldenburgische Landesbank in Osnabrück. Foto: Michael GründelDie Oldenburgische Landesbank in Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Neu aufgestellt hat sich die Oldenburgische Landesbank (OLB) in den vergangenen Monaten. Mit einer überarbeiteten Struktur ist zum 1. Mai die Zahl der regionalen Organisationseinheiten von elf auf sechs gesunken. Im Gegenzug gibt es mehr Standorte mit Verantwortlichen aus allen Geschäftsbereichen – und im Juli hat die OLB ein Programm zur Modernisierung der Filialen aufgelegt.

Spürbare Veränderungen gab es beim Personal und beim Zuschnitt der regionalen Zuständigkeiten. Frank Uhlhorn, 45, verantwortete von Osnabrück aus bislang das Privatkundengeschäft in der Stadt und dem umgebenden Landkreis. Nach dem Neuzuschnitt ist er zusätzlich für den Landkreis Diepholz zuständig und leitet die Betreuung von Firmenkunden, das Private Banking und das Immobiliengeschäft.

Unterstützt wird er von Rainer Schröder. Der 48 Jahre alte Banker verantwortete bei der OLB zuvor den Raum Leer-Westerstede. Seit Mai ist er in Osnabrück für Privat- und Geschäftskunden zuständig. Beide lenken die Arbeit von insgesamt 200 Mitarbeitern. Neu sind ebenfalls vier Standorte mit Ansprechpartnern im sogenannten Individualgeschäft, das Firmenkunden, Freiberufler sowie das Private Banking umfasst. „Die Gebiete sind zugeschnitten, jetzt sind wir dabei, das Personal aufzustocken“, sagt Uhlhorn. Diese neuen Zentren gibt es in Osnabrück, Diepholz, Quakenbrück und Bramsche. „Wir haben jetzt mehr Fachkompetenz in der Fläche.“ Darüber hinaus seien die Kompetenzen der Filialleiter an den übrigen Standorten weitreichend: Sie dürfen etwa über Baufinanzierungen bis 250.000 Euro direkt vor Ort entscheiden.

Gut 55.000 Kunden

Aktuell zählt die OLB im Raum Osnabrück-Diepholz gut 55.000 Kunden mit Einlagen von 680 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr erhielten regionale Unternehmen Kredite in Höhe von 63 Millionen Euro. Privatkunden schlossen 800 Baufinanzierungen und andere Verträge über 47 Millionen Euro ab. Insgesamt beziffert die OLB ihre Kredite in der Region auf aktuell 1,2 Milliarden Euro.

Inwiefern die 27 Filialen der Region vom Modernisierungsprogramm profitieren werden, stehe noch nicht fest. Bis 2017 sind Investitionen von 20 Millionen Euro in den insgesamt 170 Filialen geplant. „Wir sind gerade in Verhandlungen, wo was gemacht werden muss“, sagt Schröder. „Es gibt einige Filialen, wo dringend etwas getan werden muss.“ Meist geht es dabei um den Einbau von Ein- und Auszahlautomaten, die auch Münzen annehmen, sowie mehr Büros für persönliche Gespräche mit Kunden. Damit komme die Bank veränderten Nutzungsgewohnheiten nach. Das Alltagsgeschäft werde zunehmend am Automaten und per Onlinebanking erledigt – während der persönliche Beratungsbedarf deutlich steige. Ein Abbau von Personal oder Filialen sei deshalb nicht geplant.

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