Umfrage der IG Metall Windenergie-Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Von Alexander Klay

Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes habe bislang noch keinen Aufschwung am Arbeitsmarkt der Windkraft-Branche gebracht, klagt die Gewerkschaft IG Metall. Foto: dpaDie Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes habe bislang noch keinen Aufschwung am Arbeitsmarkt der Windkraft-Branche gebracht, klagt die Gewerkschaft IG Metall. Foto: dpa

Osnabrück. Die Situation am Arbeitsmarkt der Windenergiebranche ist nach wie vor angespannt – da habe die Reform des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) im August kaum positive Signale mit sich gebracht, klagt die Gewerkschaft IG Metall. „Bislang haben die angekündigten Aufträge kaum zusätzliche Arbeit an die Küste gebracht“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter Küste am Mittwoch.

Die Gewerkschaft legte am Rande der Messe WindEnergy in Hamburg eine Studie zur Beschäftigungssituation vor. Vor allem in Unternehmen, die für die Offshore-Wind-Branche produzieren, sei die Lage weiterhin kritisch. Aufträge reichten bis maximal Mitte 2015. „Statt Chancen und Perspektiven verbinden viele Mitarbeiter in der Produktion mit der Energiewende nach wie vor Entlassungen und Kurzarbeit“, sagte Geiken.

In einer Blitzumfrage hat die IG Metall Betriebsräte von 13 Unternehmen mit insgesamt 7700 Mitarbeitern befragt. Demnach seien sechs der Unternehmen aktuell zu 100 Prozent ausgelastet, bei drei weiteren liegt der Wert zwischen 70 und 90 Prozent.

Zudem seien in sechs der 13 Windkraft-Firmen seit Anfang 2013 rund 1150 Beschäftigte entlassen worden – Leiharbeiter eingerechnet seien insgesamt sogar 2000 Arbeitsplätze abgebaut worden. In drei Unternehmen drohten in diesem Jahr weitere Stellenstreichungen.

Die durchschnittliche Ausbildungsquote von 4,6 Prozent und der Leiharbeiteranteil von 11,7 Prozent werden von der IG Metall kritisiert. „Eine Branche, die von hoher öffentlicher Förderung profitiert, muss auch ihrer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung gerecht werden“, mahnte Geiken.

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