Flucht ins „Betongold“ Regionale Baubranche legt kräftig zu

Die Baubranche brummt: Baustelle am Neumarkt im Zentrum von Osnabrück. Im Hintergrund das neue Büro- und Geschäftszentrum Hasehaus. Foto: Michael GründelDie Baubranche brummt: Baustelle am Neumarkt im Zentrum von Osnabrück. Im Hintergrund das neue Büro- und Geschäftszentrum Hasehaus. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Flucht der Investoren ins „Betongold“ hat der regionalen Baubranche ein starkes erstes Halbjahr beschert. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim (IHK) steigerte die Branche ihren Umsatz um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Baubetriebe der Region lägen mit ihrem Zuwachs zudem knapp über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von zwölf Prozent Wachstum, teilte die Kammer mit. Vor allem der Umsatz im Hochbau, und hier insbesondere im Bau von Gewerbeimmobilien, sei deutlich gestiegen. Doch auch Wohnungsbau und das Baugeschäft mit der Öffentlichen Hand hätten sich gut entwickelt.

Das spiegelt auch der Personalstand der Branche wider: Laut IHK ist die Zahl der Beschäftigten seit Juni um drei Prozent auf mehr als 11000 gestiegen. Die Kammer sieht die Gründe für die stark belebte Baukonjunktur vor allem im niedrigen Zinsniveau und in der Skepsis vieler Anleger gegenüber den Finanzmärkten. Außerdem hätten viele Bauherren ihre Aufträge wegen des langen Winters 2013 ins erste Halbjahr 2014 verschoben. Dadurch sei es zu „Nachholprozessen“ gekommen, die die Baunachfrage in der ersten Jahreshälfte angetrieben hätten.

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