IG Metall-Mitgliederversammlung verschoben Zukunft für Valmet-Mitarbeiter weiterhin ungewiss

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Am Standort Osnabrück plant die Valmet Automotive, Mitarbeiter zu entlassen. Foto: Michael GründelAm Standort Osnabrück plant die Valmet Automotive, Mitarbeiter zu entlassen. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Valmet-Mitarbeiter warten weiter: Die für kommenden Montag angekündigte Mitgliederversammlung der IG Metall wird um eine Woche verschoben. Auf der Versammlung will die finnische Konzernspitze Entscheidungen über die Zukunft des Autozulieferers bekannt geben.

Die für Montag, 23. Juni, angekündigte IG Metall-Mitgliederversammlung ist um eine Woche verschoben worden. Grund dafür seien noch anstehende Gespräche zwischen der finnischen Konzernleitung der Valmet Automotive und der deutschen Geschäftsführung, sagte der Betriebsratsvorsitzende Lazar Kustudic am Freitag. Die Aufsichtsratssitzung findet am kommenden Mittwoch statt.

Der Chef des operativen Geschäfts aus Finnland, Robert Blumberg, hatte zuvor angekündigt, die Verhandlungen über einen Interessensausgleich und Sozialplan zu starten. Er war zu einer Sitzung des Betriebsrats in der vergangenen Woche angereist. Valmet-Mitarbeiter nahmen diese zum Anlass, um gegen die Stilllegung zu protestieren.

„Es herrscht eine Anspannung, solange die Zukunft ungewiss ist“, sagte Kustudic über die derzeitige Situation im Werk. Die Erwartungshaltung der Mitarbeiter auf die kommende Mitgliederversammlung sei hoch. Dann soll sich die Frage klären, ob das Osnabrücker Werk vorzeitig geschlossen wird oder die Produktion erst 2017 auslaufen soll. Es ist geplant, sie ins polnische Zary zu verlegen. In Osnabrück sind 230 Mitarbeiter von 330 davon betroffen. Die Entwicklungsabteilung soll mit knapp 100 Mitarbeitern in Osnabrück bleiben.

Nach Angaben des Online-Portals „Automobil-Produktion“ benötigt das Valmet-Werk in der westfinnischen Stadt Uusikaupunki 300 zusätzliche Arbeitskräfte, um für Mercedes die neue A-Klasse zu fertigen. Die Produktion sei bis 2016 sichergestellt, heißt es dort weiter. Anfang 2014 habe der Konzern dort schon einmal 300 Mitarbeiter eingestellt.

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