Beiratssitzung mit Finnland-Chef Zukunft bei Valmet? IG Metall-Mitgliederversammlung mit Konzernspitze

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Ungewissheit über die Zukunft herrscht bei Valmet Automotive in Osnabrück. Foto: Michael GründelUngewissheit über die Zukunft herrscht bei Valmet Automotive in Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Auf einer Mitgliederversammlung der IG Metall will die Geschäftsführung am 23. Juni das Zukunftsszenario für die Mitarbeiter von Valmet Automotive darstellen. Der Chef des operativen Geschäfts aus Finnland sowie der Osnabrücker Geschäftsfüher sollen an diesem Tag die Fragen der Belegschaft beantworten, die auf der Beiratssitzung am gestrigen Mittwoch unbeantwortet blieben.

Zu der Mitgliederversammlung der IG Metall am 23. Juni sind auch Robert Blumberg, Valmet-Chef des operativen Geschäfts aus Finnland sowie Bernhard Thünemann, neuer Geschäftsführer in Osnabrück, geladen. Nach der Beiratssitzung am gestrigen Mittwoch hatte Blumberg zugesagt, die Alternativen für den Standort Osnabrück zu prüfen. Es geht darum, ob die Produktion vorzeitig ins polnische Zary verlegt wird oder wie angekündigt bis 2017 in Osnabrück bleibt.

Auf der Mitgliederversammlung soll zudem der Belegschaft endgültig ein Konzept vorgelegt werden, wie es mit den verbleibenden 100 Arbeitsplätzen in Osnabrück weitergeht, wie der Betriebsratsvorsitzende Lazar Kustudic sagte. Dies sei die Konzernspitze am Mittwoch schuldig geblieben, sagte Kustudic. Ein konkretes Konzept und ein Zeitplan seien nicht vorgestellt worden.

Auf der Sitzung am Mittwoch wurde auch Bernhard Thünemann als neuer Geschäftsführer vorgestellt. Er löst damit Martina Lupberger ab, die den Konzern nach rund neun Monaten an der Spitze verlässt. Thünemann habe früher bei Karmann gearbeitet und sei als Leiter „Projekte“ zu Valmet gekommen, sagte Kustudic. Auf Anfrage wollte Bernhard Thünemann nichts über einen möglichen Termin sagen, an dem eine Entscheidung über das Werk in Osnabrück gefällt werde.

Am vergangenen Montag hatte die Geschäftsführung auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung verkündet, dass 230 Mitarbeiter von den 330 in den nächsten Jahren entlassen werden. Viele der Beschäftigten sind ehemalige Karmann-Mitarbeiter.

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