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02.06.2014, 20:19 Uhr

Schließung auf Raten?


Produktion des Fisker Karma bei Valmet in Finnland. Der Standort in Osnabrück soll verkleinert werden. Foto: ArchivProduktion des Fisker Karma bei Valmet in Finnland. Der Standort in Osnabrück soll verkleinert werden. Foto: Archiv

Ist das eine Schließung auf Raten, die gerade bei Valmet Automotive in Osnabrück über die Bühne geht? Kurz vor Weihnachten war von 80 anstehenden Entlassungen die Rede, inzwischen haben 70 Mitarbeiter die Firma verlassen. Jetzt steht die Trennung von weiteren 230 Valmet-Leuten an – wie viele werden es diesmal sein? Und wann wird es ernst? Das sind Fragen, mit denen die Betroffenen nun ohne Antworten wieder an ihre Schreibtische und Werkbänke geschickt wurden. Einen geregelten Arbeitsablauf dürfte es nach der eilends einberufenen Betriebsversammlung wohl kaum noch gegeben haben.

Die Valmet-Mitarbeiter sind zum allergrößten Teil ehemalige Karmann-Beschäftigte. Sie haben das ganze Elend der jahrelangen Unsicherheit und die Monate der Insolvenz beim ehemaligen Autobauer in Osnabrück schon mitgemacht. Nun müssen sie diese Umstände erneut ertragen. Seit ihrem Einstieg bei Valmet verzichten sie auf einen Teil ihrer Bezüge, haben an Weihnachten und zur Urlaubszeit keinen Cent extra auf dem Konto. Diese Einbußen scheinen jetzt erneut wie schon zu Karmann-Zeiten vergeblich gewesen zu sein, denn trotzdem stehen ihre Jobs auf dem Spiel.

Es ist der eingebrochene Cabriolet-Markt, der den Verdeckspezialisten auf der ganzen Welt schlaflose Nächte bereitet. Auch die VW-Werker in Osnabrück und Valmet-Nachbarn kennen das.


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