USA größter Absatzmarkt für i3 und i8? Amerikaner gieren nach BMW-Elektroautos

Von Ralf Müller

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Teurer Elektro-Flitzer: 126.000 Euro soll ein BMW i3 kosten. Vor allem in Kalifornien erwartet der Münchner Autobauer einen hohen Absatz. Foto: BMWTeurer Elektro-Flitzer: 126.000 Euro soll ein BMW i3 kosten. Vor allem in Kalifornien erwartet der Münchner Autobauer einen hohen Absatz. Foto: BMW

Santa Monica. BMW sieht in den USA den Hauptabsatzmarkt für seine Elektro-Modelle i3 und i8. Die i3-Produktion im Werk Leipzig sei eigens wegen der Nachfrage aus den USA auf 100 Fahrzeuge pro Tag hochgefahren worden, sagte BMW-Vorstand Klaus Draeger bei der internationalen Vorstellung des i8 in Santa Monica (Kalifornien). Er gehe davon aus, dass die USA auch der größte Absatzmarkt für den elektrisch und mit einem Dreizylinder-Verbrennungsmotor angetriebenen i8 sein werden.

Den Preis für den i8 in Deutschland gab BMW mit 126.000 Euro an. „In Kalifornien leben die meisten potentiellen Käufer für dieses Auto“, sagte Draeger. Die US-amerikanische BMW-Vertriebsorganisation habe nach Deutschland gemeldet, sie könne jedes Fahrzeug der i-Modelle verkaufen, die man bekommen könne, hieß es am Rande der Veranstaltung in Kalifornien.

Draeger räumte ein, dass BMW mit den ersten beiden Elektro-Modellen keinen Profit macht. „Mit i3 und i8 werden wir gute Deckungsbeiträge verdienen“, sagte der BMW-Vorstand. Er glaube aber nicht, dass der Konzern alle Aufwendungen für Entwicklung und Forschung im Bereich Elektromobilität und Karbonfaser-Karosserien mit diesen beiden Modellen zurück bekomme. Die Millionen seien gleichwohl gut angelegt, weil man mit dem gewonnenen Know-how „den Wettbewerbern einen deutlichen Schritt voraus“ sei. Die Entwicklung der Modelle i3 und i8 sei „eine strategische Vorarbeit für das Haus BMW“.

Leichte Materialien auch bei herkömmlichen Autos

Die Karosserien von i3 und i8 bestehen weitgehend aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), um die Fahrzeuge leichter zu machen und die Reichweite einer Batterieladung zu erhöhen. In Zukunft wolle man CFK auch beim herkömmlichen Fahrzeugbau vermehrt einsetzen, kündigte Draeger an.

Derzeit produziert ein gemeinsam mit SGL Carbon aufgebautes Werk im US-Bundesstaat Washington jährlich etwa 3000 Tonnen Karbonfasern exklusiv für die BMW i-Modelle. Am zweiten BMW-SGL-Joint-Venture-Standort in Wackersdorf entstehen aus den Fasern textile Karbonfaser-Gelege, die in Landshut und Leipzig zu CFK-Karosseriekomponenten weiterverarbeitet werden. Die Endmontage der beiden Elektro-Modelle findet im BMW-Werk Leipzig statt, wo seit Anfang des Jahres 5000 i3-Fahrzeuge gebaut wurden.


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