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06.05.2014, 20:17 Uhr

Skandal um Burger King: Der Schaden bleibt

Ein Kommentar von Alexander Klay


Der Imageschaden für Burger King ist erheblich, meint unser Autor. Foto: dpaDer Imageschaden für Burger King ist erheblich, meint unser Autor. Foto: dpa

Osnabrück. Die deutsche Zentrale der Fastfood-Kette Burger King versucht, den Imageschaden nach einem RTL-Bericht über Mängel bei einem großen Franchisenehmer einzudämmen. Dazu ein Kommentar:

Der Hygiene-Skandal und die Debatte um schlechte Arbeitsbedingungen bei einem Burger-King-Filialisten der Yi-Ko-Holding lassen gleich mehrere Beteiligte in einem schlechten Licht erscheinen. Mit dem Rückzug des Geschäftsführers Ergün Yildiz ist jetzt nur einer der Verantwortlichen aus der offenbar schmutzigen Küche der Fast-Food-Kette verschwunden.

Andere müssen sich nun unangenehmen Fragen stellen: Kontrolliert die Münchener Dachorganisation überhaupt, was ihre selbstständigen Unternehmer bundesweit so hinterm Tresen treiben? Hat Burger King bei der Qualitätssicherung zugunsten des Profits beide Augen zugedrückt? Wurden die mutmaßlichen Hygienemängel stillschweigend geduldet?

Diese Fragen muss die Burger-King-Zentrale ehrlich und schnell beantworten, um den Imageschaden aus der Welt zu schaffen. Der ist erheblich und nicht nur auf die 91 Restaurants des Filialbetreibers Yildiz begrenzt. Was in seinen Burgerläden unentdeckt geblieben ist, könnte sich anderswo wiederholen.

Auch muss die neu eingesetzte Geschäftsführerin Nicole Gottschalk bei der umstrittenen Yi-Ko-Holding für bessere Arbeitsbedingungen sorgen: Geschlichtet werden muss etwa der vielfach vor Arbeitsgerichten ausgetragene Streit um fragwürdige Kündigungen von Betriebsräten.

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