Assmann steigert Umsatz Meller Büroausstatter Assmann trotzt Branchentrend

Viel investiert hat die Firma Assmann in die automatisierte Fertigung – wie hier von Rollcontainern. Rund 300 Mitarbeiter braucht das Unternehmen aber auch. Foto: Jörn MartensViel investiert hat die Firma Assmann in die automatisierte Fertigung – wie hier von Rollcontainern. Rund 300 Mitarbeiter braucht das Unternehmen aber auch. Foto: Jörn Martens

Melle. Am deutschen Büromöbel-Markt herrscht ein knallharter Wettbewerb. Wachstum ist oft nur durch die Verdrängung von Konkurrenten möglich. Zu den wenigen Unternehmen, die sich 2013 deutlich vom Branchentrend absetzen konnten, zählt die Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG.

Während die Branche im Bereich Systemmöbel beim Auftragseingang ein Minus von 3,5 Prozent hinnehmen musste, meldet das Meller Unternehmen eine Zunahme von 3,2 Prozent.

Der geschäftsführende Gesellschafter Dirk Aßmann und Geschäftsführer Bernd Menke begründen den Erfolg des Familienunternehmens insbesondere mit der seit Jahren konsequent betriebenen Verkaufspolitik über den Bürofachhandel, verstärkten Vertriebsaktivitäten der Realisierung von Investitionen. In den letzten zwei Jahren wurden 15 Millionen Euro vor allem für die Automatisierung der Vorfertigung ausgegeben. Das Gesamtprojekt wird voraussichtlich im Sommer 2014 abgeschlossen sein.

Das 1939 von Heinrich Ahsmann gegründete Unternehmen stellt Systemmöbel aus Holz für die Ausstattung von Sachbearbeiter- und Beraterarbeitsplätzen her. Die Produkte sind im mittleren Preissegment angesiedelt. Zu den Kunden gehören neben öffentlichen Institutionen auch private Unternehmen. Zukunftsorientiert werde Beim Produktsortiment stehen die Bereiche Objekteinrichtung und Akustik für die Geschäftsführung obenan. Zudem soll die Kostenführerschaft ausgebaut werden.

Das Management setzt weiter auf Wachstum in den Segmenten öffentliche Institutionen sowie professionelles Objektgeschäft, die 2013 je etwan zum Hälfte zum Umsatz von 77 Millionen Euro beitrugen. Die Exportquote von 4,3 Prozent soll in den nächsten fünf Jahren auf 12 bis 15 Prozent gesteigert werden. Bisher konzentrieren sich die Auslandsaktivitäten auf Großbritannien, die Beneluxländer, die Schweiz sund Russland.

Zur Ertragslage heißt es, 2013 sei „eine zufriedenstellende schwarze Zahl“ erreicht worden. Ziel ist eine Umsatzrendite „im hohen einstelligen Bereich“. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben weiterhin ohne Fremdkapital.

Für 2014 peilt Assmann einen Umsatz von 83 Millionen Euro an. Wachstum am deutschen Markt sei nur durch Verdrängung von Konkurrenten möglich, erklärt die Geschäftsführung. Zuversichtlich stimmt sie ein Rahmenvertrag über sechs Millionen Euro für drei Jahre im Segment der öffentlichen Institutionen, der im November 2013 vereinbart wurde.

Die aktuelle Kapazitätsauslastung des Unternehmens, bei dem inzwischen 300 Mitarbeiter beschäftigt sind, wird als „gut zufriedenstellend“ bezeichnet. Die Fertigung erfolge auch künftig nur in Melle, betont Aßmann, der das Unternehmen in dritter Generation führt.

Andy Ronsiek, Geschäftsführer der BPA Büroeinrichtungs GmbH in Melle und Fachhandelspartner von Assmann, lobt das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis des Büromöbelherstellers bei gleichbleibend hoher Qualität. Assmann zeichne sich in der Zusammenarbeit als sehr verlässlicher Partner aus. In dieser Eigenschaft übertreffe der Hersteller deutlich seine Wettbewerber.


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