Pläne für Innenstadtumbau 200 Millionen Euro für Tierpark in Emmen

Von Marlies Langer

Die Arbeiten auf dem Baugelände des neuen Tierparks in Emmen laufen auf Hochtouren. Foto: Martin LaningDie Arbeiten auf dem Baugelände des neuen Tierparks in Emmen laufen auf Hochtouren. Foto: Martin Laning

Emmen. Ein Hotel oder Luxus-Bungalows sollen beim neuen Emmener Tierpark gebaut werden, der 2016 eröffnet wird.

Dies hat Tierparkdirektor Frankwin van Beers vorgeschlagen. Die Verantwortlichen des niederländischen Zoos verhandeln zurzeit über die Machbarkeit. Der neue Zoo wird ein 32 Hektar großer Erlebnispark auf dem Emmener Esch, der jährlich rund eine Million Besucher anziehen soll. Der noch auf zwei Standorte aufgeteilte Tierpark mit der Erlebniswelt Yucatan zieht jetzt jährlich rund 700000 Besucher an.

Wenn es nach van Beers geht, sollen die Gäste mehrere Tage in der Stadt bleiben. Ein Hotel oder Ferienbungalows am Tierpark können für Touristen sehr attraktiv sein. Das Hotel und die anderen Gebäude sollen sich stilistisch an die Baulichkeiten des Zoos anpassen. Dann hätten die Besucher nicht das Gefühl, abends den Tierpark zu verlassen, und könnten sich auf eine weitere Entdeckungstour am folgenden Tag begeben, meint der Tierparkdirektor. Sein Vorbild ist Euro-Disney bei Paris.

Die Zusammenführung der beiden Zooteile, die in zwei Jahren vollendet sein soll, kostet fast 200 Millionen Euro. Allerdings würden das Hotel oder der Ferienpark wegen der notwendigen Investorensuche sowie anschließender Planungs- und Bauzeit nicht bis 2016 fertig werden.

Das Zooprojekt sei Teil des Stadterneuerungsplans „Atalanta“. Am Rand der Innenstadt, auf dem Emmener Esch, entsteht ein neues Theater, und der Zoo wird erweitert. Durch die Verlegung des vier- bis sechsspurigen Hondsrugwegs in einen Tunnel, der zurzeit im Bau ist, wird eine Fußgängerzone zwischen Theater, Zoo und Rathaus sowie dem Geschäftszentrum geschaffen. Der alte Zooteil wird teils in einen Park umgewandelt. Das alte Theater „De Muzeval“ wird einem medizinischen Zentrum weichen, das von der Nähe zum Krankenhaus profitiert.