Landtechnik Amazone eilt der Konkurrenz davon

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Neuland betritt der Landtechnikhersteller Amazone mit dem Pflug „Cayron 200“ Das wohl älteste Werkzeug der Landwirtschaft hatte das Hasbergener Unternehmen bisher nicht im Programm. Foto: AmazoneNeuland betritt der Landtechnikhersteller Amazone mit dem Pflug „Cayron 200“ Das wohl älteste Werkzeug der Landwirtschaft hatte das Hasbergener Unternehmen bisher nicht im Programm. Foto: Amazone

Hasbergen. Die eigene Prognose war verhalten, dennoch hat der Landtechnik-Hersteller Amazone im vergangenen Jahr beim Umsatz die Schwelle von 500 Millionen Euro überschritten: Auf 515 Millionen Euro legte das in Hasbergen bei Osnabrück ansässige Unternehmen zu - und steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr (460 Millionen) um rund zwölf Prozent.

Damit liege man über dem Branchendurchschnitt von neun Prozent, sagt Christian Dreyer, einer der beiden Amazone-Geschäftsführer. Für das laufende Jahr erwartet er jedoch nur, „dass wir den Umsatz auf hohem Niveau konstant halten können“, ein Zuwachs wie 2013 sei unwahrscheinlich. Derzeit stünden die Zeichen auf dem Weltagrarmarkt eher auf Stagnation oder gar auf Rückgang.

Verkaufsrenner waren im vergangenen Jahr vor allem Amazone-Maschinen zum Spritzen von Pflanzenschutzmitteln. Steigern konnten die weltweit verkaufenden Hasbergener ihren Absatz besonders stark in den baltischen Ländern, in Rumänien sowie in Spanien, wo die Agrarbranche die Wirtschaftskrise in Südeuropa allmählich hinter sich zu lassen scheint. 80 Prozent der Amazone-Produktion gehen in den Export. Größter Einzelmarkt ist aber immer noch Deutschland, gefolgt von Frankreich und Russland.

Um weiter wachsen zu können, hat das Unternehmen zusätzlich 100 Mitarbeiter eingestellt und rund 25 Millionenen Euro investiert, einen Großteil davon in sein neues Technik-Zentrum am Stammsitz Hasbergen. Das Gebäude wird unter anderem die Entwicklungsabteilung beherbergen - in rund einer Woche soll der Umzug abgeschlossen sein.

Neuland betritt Amazone mit einem Produkt, das als ältestes landwirtschaftliches Werkzeug überhaupt gilt: In diesem Jahr will das Unternehmen seinen ersten Pflug in Serie produzieren. Die ersten Exemplare des bereits auf der Branchenleitmesse Agritechnica im November vorgestellten Higtech-Pfluges „Cayron 200“ sollen im Frühjahr an Kunden in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ausgeliefert werden.

Dreyer räumt ein, dass der Pflug für Amazone ein „komplett neues Segment“ sei, aber er sei eine logische Erweiterung der Produktpalette zur Bodenbearbeitung. „Stimmt, da müssen wir uns erst beweisen, aber das haben wir früher auch schon geschafft“, sagt Dreyer. Zu diesem Zweck baute Amazone vor zweieinhalb Jahren eigens ein neues Entwicklungsteam auf.


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