Spezialisiert auf Brückenabbruch GMHütter Firma: Aufträge in ganz Deutschland

Auch in Erlangen war die GMHütter Firma schon tätig. Im Februar 2013 wurde dort eine Brücke in der Paul-Gossen-Straße abgerissen. Foto: Möller & EssingAuch in Erlangen war die GMHütter Firma schon tätig. Im Februar 2013 wurde dort eine Brücke in der Paul-Gossen-Straße abgerissen. Foto: Möller & Essing

Osnabrück. Berlin, Hamburg, Köln – dies sind nur einige der Städte, in denen das Georgsmarienhütter Unternehmen „Möller & Essing“ seit ihrer Gründung im Jahr 2002 bereits Abbrucharbeiten durchgeführt hat. Vor allem der Abriss von Brücken gehört zu den Aufgabengebieten der Firma. Das war früher durchaus anders.

Es ist ein Unternehmen mit Tradition. Ein Unternehmen, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1959 zurückreichen. Damals gründete der gelernte Lkw-Fahrer Werner Essing sen. die „Essing Spreng- und Abbruch GmbH“. Während der Fokus der Firma zu Beginn noch auf das Sprengen von Steinbrüchen und Brücken lag, stehen mittlerweile eher Abbrucharbeiten im Zentrum. Grund: die technischen Neuerungen in den vergangenen Jahrzehnten. „Nach dem Zweiten Weltkrieg war Sprengen noch die Allzweckwaffe. Damals gab es ja noch keine richtigen Bagger oder Abbruchwerkzeuge“, berichtet Werner Essing, Sohn des Firmengründers und gemeinsamer Geschäftsführer mit Joachim Möller. Erst in den 70er Jahren habe sich durch die Einführung des Hydraulikhammers, ein Bagger-Anbaugerät zur Zerstörung von Bauteilen, der Trend langsam weg von den Spreng- hin zu den Abbrucharbeiten bewegt. Mittlerweile wird nur noch bei rund fünf Prozent der Aufträge gesprengt.

Im Jahr 2002 wurde das Familienunternehmen schließlich erweitert. Werner Essing und sein Bruder Axel übernahmen zusammen mit Joachim Möller die insolvente Meller Erdbau- und Abbruchfirma Frye, bei der Möller zuvor als Kalkulator und Bauleiter tätig war. Einige Mitarbeiter des aufgekauften Unternehmens fanden in der neu gegründeten Abbruchfirma eine neue Anstellung; auch auf die Maschinen von Frye konnten Möller und die Gebrüder Essing zurückgreifen. Doch nicht nur darauf: Auch die Kundschaft blieb. Dadurch gelang es der neuen Firma, innerhalb relativ kurzer Zeit überregional bekannt zu werden. „Wir waren schon am Anfang überall in Deutschland unterwegs“, erzählt Axel Essing.

Der Markt im Abbruchgewerbe ist äußerst umkämpft. Um im Wettbewerb zu bestehen, haben sich die Geschäftsführer eine besondere Strategie ausgedacht: Spezialisierung lautet das Zauberwort. „Von den herkömmlichen Abbrucharbeiten haben wir uns entfernt. Zu 90 Prozent machen wir nur noch reine Brückenabrisse“, berichtet Werner Essing. Das Kalkül ist bislang aufgegangen. So lag der Umsatz in den vergangenen Jahren stets zwischen 3,5 und 4 Millionen Euro. Zur vollkommenen Zufriedenheit der Geschäftsführer. Dadurch konnte auch das Personal aufgestockt werden; zwölf Mitarbeiter arbeiten derzeitig für das Kooperationsprojekt zwischen Möller und den Brüdern Essing. Vier Personen wurden in den vergangenen Jahren eingestellt. Dennoch gibt es auch Mitarbeiter, die bereits seit 20 oder gar 30 Jahren bei Essing tätig sind.

An Aufträgen mangelt es der Firma nicht; meistens stehen gleich mehrere Projekte parallel auf dem Programm. Derzeit wird unter anderem eine Bahnbrücke in Trier abgebrochen; gleichzeitig ist das Unternehmen momentan auch an Arbeiten an der A10 in Berlin-Pankow sowie in Bremen bei einer Straßenbrücke über die Wümmer beteiligt. Auch in Osnabrück hat sich die Firma schon einen Namen gemacht. So haben Mitarbeiter nicht nur den Wasserbehälter am Schinkelturm sowie zahlreiche Schornsteine gesprengt, sondern im Juni 2007 auch den Friedensspeicher für Hellmann abgerissen.

Durch die Aufträge in ganz Deutschland lernen die Geschäftsführer und die Mitarbeiter ständig neue Menschen kennen. Dies sei ein wesentlicher Vorzug des Berufs, sagt Werner Essing. „Man kommt viel rum. Deshalb macht der Job auch so viel Spaß. Er ist einfach sehr abwechslungsreich.“ Auch die Auftraggeber scheinen mit der Arbeit des Unternehmens zufrieden zu sein. Als 2011 und 2012 zwei Brücken in Mühlheim an der Ruhr abgerissen werden sollten, konnte sich jeweils die GMHütter Abbruchfirma bei der öffentlichen Ausschreibung durchsetzen – was die Stadt im Nachhinein keineswegs bereut habe, wie Horst Chluba vom Tiefbauamt Mühlheims mitteilt. „Sie haben uns nicht nur das günstigste Angebot gemacht, sondern gleichzeitig auch ein tolles Konzept vorgelegt.“ Der gute Eindruck sei dann schließlich während der Abrissarbeiten bestätigt worden. „Sie haben einen hervorragenden Job gemacht“, lobt Chluba das Unternehmen.


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