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Vivaris verliert Konzession Berentzen: Keine Pepsi mehr aus Haselünne

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<em>Nicht nur Korn:</em> Die Berentzengruppe produziert auch Geträne der Pepsi-Gruppe. Allerdings nicht mehr lange. Foto: dpaNicht nur Korn: Die Berentzengruppe produziert auch Geträne der Pepsi-Gruppe. Allerdings nicht mehr lange. Foto: dpa

Osnabrück. Schwerer Schlag für die Berentzen-Gruppe in Haselünne: Die Emsländer verlieren nach mehr als 50 Jahren den Konzessionsvertrag mit dem US-Getränkeriesen Pepsi.

Wie Berentzen am Freitag mitteilte, hat Pepsi den Ende 2015 auslaufenden Vertrag nicht verlängert. Deutschlandweit soll jetzt die Radebergergruppe das Konzessionsgeschäft übernehmen.

Bislang wurden für weite Teile des Bundesgebietes die Pepsi-Produkte wie Pepsi-Cola, Punica, Lipton Ice Tea oder Mirinda in Haselünne und Brandenburg bei der Berentzen-Tochter Vivaris produziert. Auch der Vertrieb erfolgte von hier aus. Damit ist nach dem 31. Dezember 2015 laut der Berentzen-Mitteilung aber Schluss. Vivaris ist laut Pepsi-Homepage derzeit der größte Konzessionär in Deutschland. Das Vertragsverhältnis besteht seit 1958.

Was hat der Konzessionsverlust für Auswirkungen auf die Berentzen-Gruppe? Auf Nachfrage will sich eine Unternehmenssprecherin nicht dazu äußern, welchen Anteil Pepsi am Gesamtumsatz der Haselünner hat. 2012 lag der bei 147,7 Millionen Euro, ein Plus von 1,2 Prozent.

Dass die Emsländer nach dem Auslaufen des Pepsi-Vertrages große Umsatz- und Ergebniseinbußen zu erwarten haben, steht außer Frage. Um diese abzumildern, sollen die Vermarktungsaktivitäten für die eigenen Marken verstärkt werden, heißt es aus Haselünne.

Bei den unalkoholischen Getränken zählt dazu neben der Vivaris-Produktpalette beispielsweise auch die Getränkereihe „Emsland Sonne“.

Etwa 480 Menschen arbeiten für die Berentzen-Gruppe, davon rund 220 im Emsland. Die Produktion der alkoholischen Getränke – etwa Korn oder die Wodka-Marke „Puschkin“ – erfolgt nicht mehr am Stammsitz Haselünne, sondern im nordrhein-westfälischen Minden. Hauptgesellschafter des börsennotierten Unternehmens ist der Finanzinvestor Aurelius.


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