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Investor will Elster kaufen Kromschröder-Mutter liegt Angebot in Höhe von 1,81 Milliarden Euro vor – IG Metall überrascht

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              <em>Mit Geräten und Dienstleistungen</em> zum Messen des Strom-, Gas- und Wasserverbrauchs erwirtschaftete die Elster Group 2011 rund 1,5 Milliarden Euro. <Cust strParam="FH">Foto: dpa</Cust></p>

Mit Geräten und Dienstleistungen zum Messen des Strom-, Gas- und Wasserverbrauchs erwirtschaftete die Elster Group 2011 rund 1,5 Milliarden Euro. Foto: dpa

Osnabrück. Der Essener Messtechnik-Spezialist Elster könnte schon bald einen neuen Besitzer haben. Wie der weltweite Anbieter von Gas- und Stromzählern gestern bestätigte, laufen Verhandlungen mit der britischen Beteiligungsfirma Melrose über eine mögliche Übernahme.

Insgesamt bieten die Briten 2,3 Milliarden Dollar (1,81 Mrd. Euro) für sämtliche ausstehenden US-Genussscheine (ADS) der Essener beziehungsweise 20,50 US-Dollar je Aktie. Das Management in Essen bewerte jetzt, ob eine Übernahme im Interesse des Messtechnik-Spezialisten und seiner Anteilseigner sei, teilte Elster mit. Es gebe keinerlei Gewährleistung, dass das Geschäft tatsächlich vollzogen werde. Nach Informationen unserer Zeitung sind die Verkaufsgespräche weit fortgeschritten.

Die mehr als 7500 Mitarbeiter zählende Elster Group hat 2011 mit Geräten und Dienstleistungen zum Messen des Strom-, Gas- und Wasserverbrauchs 1,87 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) umgesetzt bei einem Nettogewinn von 107 Millionen Dollar (85 Millionen Euro). Der derzeitige Mehrheitseigentümer von Elster ist der Finanzinvestor CVC, der die ehemalige Eon-Tochter 2005 für rund 1,5 Milliarden Dollar erworben hatte. Zu der Gruppe zählt auch Elster Kromschröder mit Sitz in Lotte bei Osnabrück, wo derzeit rund 850 Beschäftigte arbeiten.

Die IG Metall reagierte „völlig überrascht“. „Erst in der Aufsichtsratssitzung am vergangenen Mittwoch sagte uns die Geschäftsführung, dass Medienberichte über einen möglichen Verkauf reine Gerüchte seien. Jetzt wissen wir, dass man uns belogen hat“, sagte Hartmut Riemann, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück. Man müsse jetzt abwarten, was Melrose plane.


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