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Neue bundesweite Tochter will Strom aus Wasserkraftwerken verkaufen EnBW gibt sich Öko-Anstrich

Von dpa

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Alle Hände voll zu tun hatten die Maschinenbauer im zu Ende gehenden Jahr. Produkte wie dieses Turbinenlaufrad aus dem Voith-Werk in Heidenheim waren im In- und Ausland gefragt.Die heimische Wirtschaft fördern könnte der südwestdeutsche Energiekonzern EnBW, wenn er die Gewinnung von Strom aus Wasserkraft forciert. Turbinenlaufräder für Wasserkraftwerke werden nämlich auch vom Maschinenbauer Voith im württembergischen Heidenheim gebaut. Foto: dpaAlle Hände voll zu tun hatten die Maschinenbauer im zu Ende gehenden Jahr. Produkte wie dieses Turbinenlaufrad aus dem Voith-Werk in Heidenheim waren im In- und Ausland gefragt.Die heimische Wirtschaft fördern könnte der südwestdeutsche Energiekonzern EnBW, wenn er die Gewinnung von Strom aus Wasserkraft forciert. Turbinenlaufräder für Wasserkraftwerke werden nämlich auch vom Maschinenbauer Voith im württembergischen Heidenheim gebaut. Foto: dpa

dpa Karlsruhe. Der bislang atomlastige Stromkonzern EnBW will von September an bundesweit eine neue Ökostrom-Marke anbieten. Ein Unternehmenssprecher bestätigte gestern in Karlsruhe einen entsprechenden Bericht der „Financial Times Deutschland“.

Unter dem Label „Naturenergie Plus“ will das drittgrößte deutsche Energieunternehmen vor allem Strom aus seinen Wasserkraftwerken in Südbaden verkaufen. Neben der Stromtochter Yello ist das neue Ökostrom-Angebot die zweite bundesweite Marke des ansonsten eher auf Baden-Württemberg konzentrierten Versorgers. Die gestiegene Energienachfrage infolge des Aufschwungs brachte der EnBW im ersten Halbjahr ein Umsatz- und Gewinnplus ein.

Der reine Stromabsatz (ohne Handel) sank leicht, vor allem wegen des Verkaufs der Energieholding Geso. Auch der Gasabsatz sank unter anderem deshalb um zwölf Prozent auf 32,5 Milliarden Kilowattstunden. Insgesamt legte der Stromabsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert aber um 28,5 Prozent auf 74,4 Milliarden Kilowattstunden zu.

Das um den Verkauf von Geso bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um neun Prozent auf 1,15 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraumum neun Prozent auf 696,5 Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 8,95 Milliarden Euro (plus zehn Prozent).

Für das Gesamtjahr rechnet dieEnBW mit einem leicht positiven Ergebnis. Allerdings sieht Konzernchef Hans-Peter Villis für die Zukunft „nicht unerhebliche energiepolitische Risiken“. Allein die von der Bundesregierung geplante Besteuerung von Brennelementen in Atomkraftwerken würde die EnBW einen Angaben zufolgemit bis zu 700 Millionen Euro jährlich belasten. Damit könne ein wirtschaftlicher Betrieb der Atommeiler „perspektivisch gefährdet sein“. In einem jetzt bekanntgewordenen Positionspapier droht die EnBW wegen der geplanten Brennelementesteuer auch mit dem Abbau von Arbeitsplätzen.Zum 30. Juni beschäftigte die EnBW 19 972 Mitarbeiter (Ende Juni 2009: 20 809). Größte Aktionäre sind der französische Stromkonzern Electricité de France (EdF) und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) mit jeweils 45,01 Prozent.


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