Tiefrote Zahlen Easyjet dampft Flugplan noch weiter ein

Von dpa

Passagierflugzeuge der britischen Fluggesellschaft easyJet stehen am Pier-Süd vom Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ (BER).Passagierflugzeuge der britischen Fluggesellschaft easyJet stehen am Pier-Süd vom Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ (BER).
Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Luton. Die Corona-Krise trifft Fluggesellschaften wie Easyjet besonders hart und die Aussichten für die kommenden Monate sind auch nicht rosig. Der Billigflieger Easyjet möchte trotzdem flexibel falls die Nachfrage doch steigt.

Die Corona-Pandemie hat dem britischen Billigflieger Easyjet wie erwartet den ersten Jahresverlust seiner Geschichte eingebrockt.

Die Aussichten für den Winter bleiben düster. Easyjet-Chef Johan Lundgren will im laufenden Quartal jetzt höchstens ein Fünftel des ursprünglich vorgesehenen Flugprogramms anbieten. Zuletzt hatte er noch ein Viertel anvisiert.

Etwas Hoffnung schöpft der Manager aus den positiven Nachrichten über einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus. Easyjet bleibe flexibel, um das Flugangebot bei anziehender Nachfrage wieder hochzufahren, teilte das Unternehmen am Dienstag in Luton bei London mit.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September riss der Einbruch des Flugverkehrs infolge der Pandemie den Billigflieger tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Minus von fast 1,1 Milliarden britischen Pfund (1,2 Mrd Euro) nach einem Gewinn von 349 Millionen Pfund im Vorjahr. Erste Eckdaten hatte Easyjet bereits im Oktober veröffentlicht. Zu einer Ergebnisprognose für das neue Geschäftsjahr sieht sich das Management wegen der Pandemie nicht in der Lage. Easyjet versuche, die Verluste in der kalten Jahreshälfte zu begrenzen, hieß es.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr brach die Zahl der Fluggäste infolge der Reisebeschränkungen und des Einbruchs der Nachfrage um die Hälfte auf gut 48 Millionen ein. Betroffen war vor allem das zweite Geschäftshalbjahr, das bei Easyjet von April bis September dauert. In den Monaten April bis Juni stand die Flotte praktisch still, und auch danach erholte sich die Nachfrage nur leicht, bevor sie im Zuge steigender Infektionszahlen und neuer Reisebeschränkungen wieder zurückging.


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