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09.02.2020, 15:25 Uhr KOMMENTAR

Urlaub: Es muss nicht immer das Ausland sein

Ein Kommentar von Nina Kallmeier


Ob Ostseestrand oder Insel, Mecklenburg-Vorpommern ist zum zweiten Mal in Folge das beliebteste innerdeutsche Reiseziel. Foto: Bernd Wüstneck/dpaOb Ostseestrand oder Insel, Mecklenburg-Vorpommern ist zum zweiten Mal in Folge das beliebteste innerdeutsche Reiseziel. Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Osnabrück. Gut ein Drittel der Deutschen macht laut Tourismusanalyse im eigenen Land Urlaub - vor allem an der Ostsee und auf den Inseln. Aber auch in Bayern und Niedersachsen sind beliebt. Ein Kommentar.

Gute Nachrichten für das Hotel- und Gaststättengewerbe: Im eigenen Land zu reisen bleibt im Trend. Laut Tourismusanalyse wählt ein Drittel der Befragten ein Ziel in Deutschland, und es ist davon auszugehen, dass es durch die Klimadebatte in Zukunft noch mehr werden.

Warum auch nicht? Es gibt so viele schöne Ecken vor der Haustür, da muss es nicht unbedingt der Langstreckenflug sein – auch wenn der ebenso seine Berechtigung hat. Wer auf seinen persönlichen CO2-Fußabdruck schaut, kann mit der Bahn an die Nord- oder Ostseeküste fahren oder anschließend übersetzen auf die Insel. Auch der nächste Städtetrip muss nicht ins Ausland gehen – warum nicht mal nach Dresden, Nürnberg oder Lübeck? Wer es aktiv mag, kann mit dem Rad den Moselradweg entlangfahren, der Donauradweg führt sogar von Passau bis nach Wien. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Um für Touristen attraktiv zu sein, braucht es jedoch auch Investitionen, unter anderem in Infrastruktur, damit die Ziele innerhalb Deutschlands einfach erreichbar sind. Ebenso wichtig sind Investitionen in ein attraktives Angebot vor Ort, um den Gästen eine lebendige Innenstadt und Region bieten zu können. Dann profitieren vom Tourismus nicht nur die Hoteliers und Gaststättenbetreiber, sondern auch die kleinen Shop-Besitzer, die Kulturschaffenden und nicht zuletzt auch die Einheimischen in der Region.


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