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03.02.2020, 16:31 Uhr KOMMENTAR

Genossenschaften haben positiven Einfluss auf den Wohnungsmarkt

Ein Kommentar von Nina Kallmeier


Das Interesse an Baugesellschaften boomt. Foto: Sven Hoppe/dpaDas Interesse an Baugesellschaften boomt. Foto: Sven Hoppe/dpa

Osnabrück. Wer derzeit eine Wohnung sucht, der tut sich schwer. Eine Möglichkeit, günstig etwas zu finden, ist durch eine Baugenossenschaft. Das Interesse wächst. Ein Kommentar.

Wer eine Genossenschaftswohnung bekommt, hat Glück: Luxussanierungen, die die Mietpreise explodieren lassen, wird es nicht geben – und somit auch keine drastischen Mieterhöhungen. Insofern ist es kein Wunder, dass das Interesse an Genossenschaftsanteilen und -wohnungen steigt und die Zahl der Gemeinschaften bundesweit in die Höhe schnellt.

Allerdings: Auch wenn Kommunen, Kirchen und öffentliche Wohnungsunternehmen der Baugenossenschaft zu einer Renaissance verhelfen, bleibt ihr Anteil am Wohnungsmarkt gering. Daran ändert auch die hohe Zahl neuer Zusammenschlüsse nichts, und sie ist auch kein Garant dafür, dass die Anzahl bezahlbarer Wohnungen im Mietmarkt kurzfristig steigt.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Es dauert, bis eine Genossenschaft das nötige Kapital hat, um Wohnungen im großen Stil zu bauen. Hinzu kommt die lange Planungszeit. Und auch Preissteigerungen am Markt können sich die Gemeinschaften nicht entziehen. Bauland – wenn es ausgewiesen ist – wird teurer, somit schwinden die Chancen, kostengünstige Wohnungen zu schaffen. Neue Genossenschaften werden also schnell an Grenzen stoßen. Dennoch ist es richtig, einen Blick auf diese Art des Wohnungsbaus zu werfen. Denn dort, wo es ihn gibt, hat er einen positiven Effekt auf den Wohnungsmarkt.


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