Aus Umwelt- und Tierschutzgründen Baumarkt-Kette wirft Böller und Raketen aus dem Sortiment

Umweltschützer fordern bereits seit einiger Zeit ein Verbot des Silvesterfeuerwerks. Foto: dpa/Roland WeihrauchUmweltschützer fordern bereits seit einiger Zeit ein Verbot des Silvesterfeuerwerks. Foto: dpa/Roland Weihrauch

Bornheim. Nach einzelnen Supermärkten kündigt jetzt auch eine Baumarkt-Kette an, künftig kein Silvesterfeuerwerk mehr anzubieten.

133 Millionen Euro haben die Deutschen in der Vergangenheit an jedem Jahreswechsel in die Luft gejagt. Doch mittlerweile werden die Stimmen der Feuerwerks-Gegner immer lauter: Vor allem die Feinstaubbelastung in der Silvesternacht steigt um ein Vielfaches an, außerdem bleibt der Müll meist am Boden liegen. Umweltverbände fordern deswegen seit einiger Zeit ein Verbot des Silvesterfeuerwerks. 

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Einige Unternehmen reagieren mittlerweile darauf. Wie mehrere Medien berichten, will in Zukunft auch die Baumarkt-Kette Hornbach keine Böller und Raketen mehr verkaufen. "Wir verkaufen in diesem Jahr noch in Deutschland und Österreich, danach ist überall Schluss", wird ein Sprecher des Unternehmens in der "Rheinischen Post" (RP) zitiert. In den übrigen sieben Ländern, in denen Hornbach (insgesamt 159 Märkte) Filialen betriebt, seien die Knaller ohnehin schon kein Thema mehr. 

Grund für die Entscheidung sollen demnach der Umwelt- und Tierschutz sein. Dass der Verkauf nicht bereits in diesem Jahr eingestellt wird, liege demnach an langfristigen Verträgen mit Lieferanten, die so kurzfristig nicht mehr zu ändern gewesen seien. 

Aldi, Lidl, Real und Rewe behalten Böller im Sortiment

Andere Unternehmen behalten Böller und Raketen dagegen zumindest vorerst noch im Sortiment: Aldi Nord Lidl und Real werben ebenso wie Märkte der Rewe-Gruppe bereits mit Angeboten. Lediglich einzelne selbstständige Händler haben den Verkauf mittlerweile gestoppt – beispielsweise ein Edeka-Markt in Rendsburg. 

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Auch Rewe-Kaufleuten sei aber freigestellt, ob sie in ihren Supermärkten Silvesterfeuerwerk verkaufen möchten oder nicht, wird ein Sprecher in der RP zitiert. Bei Lidl und Aldi Nord orientiere man sich bei der Sortimentsgestaltung "an Kundenwünschen". Nicht auszuschließen also, dass es in Zukunft weitere Verkaufsstopps von Böllern und Raketen gibt – wenn die Kunden es denn wollen. 


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