Verband wird 70 Unternehmer plädieren für mehr Klimaschutz

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Hannover. Im Rahmen ihrer 70-Jahr-Feier hat der Verband „Die Familienunternehmer“ in Niedersachsen unter anderem für mehr Klimaschutz plädiert.

Der Landesvorsitzende Kay Uplegger schlug dabei auch selbstkritische Töne an und holte zum Rundumschlag aus: „Wir als Familienunternehmer und noch mehr unsere Jungunternehmer dürfen nicht reflexartig mit ,Nein‘ reagieren, wenn es um Mindestlöhne, Arbeitsbedingungen, Energiewende, Elektromobilität, Grundeinkommen oder Grundrente oder gar die Zukunft unseres Planeten und seine Bewahrung geht.“

Gleichzeitig sprach sich Uplegger – wie die beiden Gastredner aus der Politik, Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) und der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) – für weniger Emotionalität und mehr Sachlichkeit in der politischen Diskussion aus.

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Schröder warb vor etwa 300 Gästen zwar für eine anspruchsvolle Klimapolitik, warnte jedoch auch davor, das Thema überzubewerten. „Wir dürfen darüber die anderen Probleme nicht vergessen“, sagte der Altkanzler. Und: Die Klimapolitik dürfe den Industriestandort Deutschland nicht gefährden.

Schröder plädierte auch für ein starkes Europa und eine stärkere Kooperation insbesondere zwischen den Staaten der Währungsunion in Sachen Finanz- und Wirtschaftspolitik.

Bundesweit repräsentieren „Die Familienunternehmer“ eigenen Angaben zufolge die Interessen von rund 180 000 Familienunternehmen, die acht Millionen sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter beschäftigen. In den vergangenen 70 Jahren hat sich der Verband für den Landesvorsitzenden Uplegger zu einem „sichtbaren und auch hörbaren, oft durchaus streitbaren Interessenvertreter der deutschen Familienunternehmen entwickelt“.


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