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Umstrukturierung Radikales Sparprogramm: Diese Filialen macht die Sparda-Bank dicht

Die Sparda-Bank-West schließt rund die Hälfte ihrer Filialen. Foto: imago images/RevierfotoDie Sparda-Bank-West schließt rund die Hälfte ihrer Filialen. Foto: imago images/Revierfoto

Düsseldorf/Münster. Für die rund 717.000 Sparda-Bank-Kunden werden in Zukunft nur noch die Hälfte der Filialen zur Verfügung stehen.

Um Kosten zu sparen, wird die Sparda-Bank West die Hälfte ihrer Filialen schließen. Die Genossenschaftsbank reagiert damit auf ihre Millionenverluste im operativen Geschäft und die anhaltende Niedrigzinspolitik. 

Bereits in den kommenden drei Jahren werden 43 der noch 82 Filialen geschlossen. "Aktuelle Analysen zeigen, dass unsere Kunden immer seltener eine Filiale besuchen und stattdessen andere Kontaktmöglichen bevorzugen. Als eine Genossenschaftsbank, die sich an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder und Kunden orientiert, müssen wir darauf reagieren und unser Angebot an die Wünsche und Erwartungen unserer Kunden anpassen", sagt Manfred Stevermann, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West zum "Westfalenspiegel"

Neustrukturierungen und Schließungen

Im Detail bedeutet dies, dass folgende Filialen im kommenden Jahr zu größeren Einheiten vor Ort zusammengelegt: Düsseldorf-Altstadt, Düsseldorf-Friedrichstadt, Düsseldorf-Kaiserswerth, Gelsenkirchen-Buer, Hagen-Vorhalle, Köln-Deutz, Köln-Rath/Heumar, Münster-Zentrum Nord, Oldenburg-Kreyenbrück, Solingen-Mitte. 

Folgende Filialstandorte sind im kommenden Jahr nicht von der Neustrukturierung betroffen: Aachen, Arnsberg, Bochum, Bonn, Coesfeld, Dortmund, Duisburg, Düren, Emden, Essen, Euskirchen, Gronau, Haltern am See, Hamm, Herne, Ibbenbüren, Jülich, Krefeld, Leer, Leverkusen, Lingen, Lüdenscheid, Moers, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Neuss, Oberhausen, Osnabrück, Recklinghausen, Remscheid, Rheine, Siegburg, Siegen, Soest, Viersen, Wesel, Wilhelmshaven, Witten und Wuppertal.

Die Filialen Bergheim, Bergisch Gladbach, Grevenbroich, Gummersbach, Lennestadt, Lünen, Paderborn, Schwerte, Velbert und Warburg werden voraussichtlich bis Ende Juni 2020 geschlossen.

Warnstreik angekündigt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat für den 5. November erneut einen ganztägigen Warnstreik bei den Sparda-Banken in Niedersachsen und Teilen von NordrheinWestfalen angekündigt. Zum Streik aufgerufen werden rund 440 Beschäftigte der Sparda Bank Hannover eG, zu deren Geschäftsgebiet 15 Filialen, unter anderem in Braunschweig, Göttingen, Detmold und Hameln, zählen.  


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