Kooperation mit GWM-Händlern Ergo will in China zulegen: Gemeinschaftsfirma mit Autobauer

Von dpa

Die Düsseldorfer Ergo-Versicherung will ihre Präsenz in China ausbauen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/ArchivbildDie Düsseldorfer Ergo-Versicherung will ihre Präsenz in China ausbauen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Düsseldorf. Die Düsseldorfer Ergo-Versicherung will ihre Präsenz in China durch ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Autohersteller Great Wall Motors (GWM) ausbauen.

Künftig sollen Autokäufer bei den 1000 Great-Wall-Händlern zugleich die Versicherung kaufen können. Außerdem will Ergo Industrieversicherungen für die Fabriken des Autoherstellers sowie Gewerbe- und Privatversicherungen für die Händler und 70.000 Mitarbeiter von GWM anbieten.

Das Gemeinschaftsunternehmen soll im ersten Quartal nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen, wie die zum Munich-Re-Konzern gehörende Versicherung und GWM am Montag mitteilten. Die beiden Vorstandschefs Markus Rieß und Wei Jianjun - der außerhalb Chinas häufig unter seinem englischen Namen Jack Wey auftritt - unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung.

Great-Wall-Firmenpatriarch Wei zählt in China zu den prominenten Unternehmern und verfolgt sehr ehrgeizige Pläne. Kerngedanke ist die Idee, dass moderne Autos rollende Computer sind und die chinesische Autoindustrie dank der starken Stellung Chinas in der Informationstechnologie auch in der Autobranche die Spitzenposition auf dem Weltmarkt erobern könnte.

Ein Prestigeprojekt Weis ist die nach dem Konzernchef benannte SUV-Marke Wey, die Great Wall ab 2021 auch in Europa verkaufen und damit den einheimischen Autoherstellern Konkurrenz machen will. Testfeld soll Deutschland sein. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen mit der Ergo-Versicherung ist auch nicht das erste Gemeinschaftsprojekt mit einem deutschen Unternehmen: Bei der Entwicklung von Elektroautos will BMW mit Great Wall kooperieren.


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