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Branche macht Verlust Chemie-Tarifrunde: Verhandlungspartner weit auseinander

Von dpa

Eine Erdölraffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt). Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpaEine Erdölraffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt). Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Hannover. Es geht um die Arbeitsbedingungen von mehr als einer halben Million Menschen in der Chemie- und Pharmaindustrie - doch zum Auftakt der bundesweiten Tarifverhandlungen liegen Arbeitnehmer und Arbeitgeber noch „meilenweit auseinander.“

Zum Auftakt der bundesweiten Tarifverhandlungen für die Chemie- und Pharmabranche sehen Arbeitnehmer und Arbeitgeber noch viel Diskussionsbedarf.

In der Auslegung der wirtschaftlichen Lage der Branche seien beide Seiten „meilenweit auseinander“, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft IG BCE, Ralf Sikorski, am Montag in Hannover. Auch der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbands BAVC, Georg Müller, sagte, es werde in der auf zwei Tage angesetzten ersten Runde um die Interpretation der wirtschaftlichen Situation gehen: „Wenn wenig Spielraum da ist, sind Tarifverhandlungen immer sehr schwer.“

In den Gesprächen geht es um die Arbeitsbedingungen von rund 580.000 Beschäftigten. Die IG BCE fordert neben einem spürbaren Lohnplus unter anderem ein sogenanntes Zukunftskonto von jährlich 1000 Euro sowie eine Zusatzversicherung für die Pflege und mehr Angebote zur Qualifizierung. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) verweist hingegen darauf, dass die Branche für 2019 einen Umsatzverlust von fünf Prozent erwarte. Die Industrie befinde sich in einer Rezession.


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