Europas größter Billigflieger Ryanair streicht Flug-Routen in ganz Europa – auch in Hamburg

Ein Flugzeug vom Typ Boeing 737-800 der Fluggesellschaft Ryanair. Foto: dpa/Daniel BockwoldtEin Flugzeug vom Typ Boeing 737-800 der Fluggesellschaft Ryanair. Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

London/Hamburg. Ryanair musste erst im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang verkraften. Nun wird der Rotstift angesetzt.

Im sich verschärfenden Wettbewerb der Billig-Flugreisen schließt die irische Gesellschaft Ryanair ihre Basis mit zwei stationierten Flugzeugen in Hamburg zum 8. Januar 2020. Wie der Flughafen Hamburg am Mittwoch mitteilte, werden nach seiner Kenntnis sieben Routen zum Sommerflugplan 2020 gestrichen: Faro, Krakau, Lissabon, Gran Canaria, Oslo-Torp, Verona und Zadar.

Krakau (Polen) und Verona (Italien) seien damit nicht mehr mit Direktflügen von Hamburg aus vertreten. Die übrigen Ziele würden aber weiterhin von anderen Fluggesellschaften nonstop bedient, teilte der Flughafen mit. 14 andere Ziele werde Ryanair im Sommer weiterhin anfliegen. Seit dem 1. November 2016 hatte Ryanair zwei Boeing B737-800 fest in Hamburg stationiert. Von Hamburg aus hatte die Fluggesellschaft ihren Erstflug am 26. Oktober 2014 nach Lissabon.

"Der Luftfahrtmarkt ist in Bewegung und die Fluggesellschaften auf Konsolidierungskurs", erläuterte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. Er bedauerte, "dass Ryanair zahlreiche Basen in Europa schließt und auch Hamburg davon betroffen ist". Für den starken Hamburger Markt werde er daran arbeiten, "die Auswahl auf den entfallenen Ryanair-Strecken zu ersetzen".


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