Facebook, Xing und Co. Mit Likes zum Auftrag: Soziale Medien in der B2B-Kommunikation

Von dpa

Netzwerke wie Xing oder Facebook ermöglichen den privaten Austausch, lassen sich aber auch für unternehmerische Zwecke nutzen. Foto: dpaNetzwerke wie Xing oder Facebook ermöglichen den privaten Austausch, lassen sich aber auch für unternehmerische Zwecke nutzen. Foto: dpa

Berlin. Fachliche Gespräche, Kontaktpflege und im Idealfall die Akquise neuer Kunden – in der Vergangenheit fand diese Art von Austausch zwischen KMU und ihren Geschäftskunden vor allem im Rahmen von Fachmessen und Branchentreffen statt. Inzwischen spielen für die B2B-Kommunikation auch die sozialen Netzwerke eine wichtige Rolle. Was KMU bei der Nutzung von Facebook, Xing und Co. als Kommunikationskanälen beachten sollten.

Es ist längst kein Geheimnis mehr − soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram, Xing oder LinkedIn sind für die Marketing- und Kommunikationsaktivitäten der meisten Unternehmen inzwischen unverzichtbar. Laut einer Studie des Ersten Arbeitskreises Social Media in der B2B-Kommunikation nutzten im vergangenen Jahr 96 Prozent der deutschen Unternehmen die Dienste für die Ansprache von Neu- und Bestandskunden. 

Relevante Inhalte

Dabei sind die sozialen Medien weitaus mehr als nur ein weiterer Kanal für herkömmliche Produktwerbung. Es geht vor allem darum, mit interessanten, unterhaltsamen und nützlichen Inhalten auf das eigene Unternehmen und dessen Aktivitäten aufmerksam zu machen. Erst in einem weiteren Schritt werden möglicherweise neue Aufträge akquiriert oder Kunden dazugewonnen. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Spannende technische Erklärvideos zu den eigenen Produkten und Lösungen bei YouTube bieten Kunden und Interessierten einen handfesten Mehrwert; mit fachlich relevanten Blogbeiträgen oder der Moderation themenspezifischer Nutzergruppen bei Xing können Unternehmen ihr Know-how zeigen. Bei Facebook funktionieren vor allem Videos und Bilder – gerne aus eigener Produktion und mit einer persönlichen Note: So können etwa kurze Mitarbeitervorstellungen dabei helfen, die guten Arbeitsbedingungen in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Gezielte Ansprache

Wichtig dabei: Botschaften sind nur relevant, wenn sie die Empfänger erreichen, für die sie konzipiert sind. Unternehmen sollten sich deshalb auch mit den Fragen auseinandersetzen, welche Inhalte sie über welche Social-Media-Kanäle ausspielen und wen sie damit erreichen. So eignet sich LinkedIn vor allem für klassische Marketinginhalte, die sich an Geschäftspartner und Kunden richten. Beide Gruppen lassen sich auch über YouTube gut erreichen. Das Interesse potenzieller neuer Mitarbeiter dagegen wecken Firmen in erster Linie über Facebook oder Xing. Mit Twitter wiederum lassen sich Medienvertreter und sogenannte Influencer am ehesten ansprechen. Angesichts der großen Dynamik, der die digitale Welt unterliegt, sind diese Nutzungsempfehlungen jedoch lediglich eine Momentaufnahme. Plattformen, die heute noch in aller Munde sind, können morgen schon wieder vergessen sein. Aktuelles Beispiel aus der Social-Media-B2B-Studie: Der einstige Platzhirsch Facebook verliert in jüngster Zeit an Bedeutung, LinkedIn und Twitter gewinnen hingegen dazu.

Kein Kinderspiel

Übrigens: Die erfolgreiche dauerhafte Bespielung diverser sozialer Medien mit hochwertigem Content ist alles andere als ein Kinderspiel. Eine nachhaltige Social-Media-Strategie muss sorgfältig vorbereitet und präzise umgesetzt werden. Unternehmen sollten nicht erwarten, dass die Presseabteilung diese Aufgaben quasi nebenbei erledigen kann. Vielmehr bietet es sich an, hierfür gezielt Personalkapazitäten einzuplanen. Alternativ können sie die Expertise externer Agenturen einkaufen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN