Gentechnik in Nahrungsmitteln Monsanto darf genmanipulierte Sojabohnen weiter verkaufen

Von dpa

Nichtregierungsorganisationen gingen gegen den Verkauf von genmanipulierten Sojabohnen in der EU vor. Symbolbild: dpa/Orlin Wagner/AP; dpa/Seth PerlmanNichtregierungsorganisationen gingen gegen den Verkauf von genmanipulierten Sojabohnen in der EU vor. Symbolbild: dpa/Orlin Wagner/AP; dpa/Seth Perlman

Luxemburg . Die Sorge vor gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln beschäftigt seit Jahren die Gerichte. Die juristische Auseinandersetzung um eine genmanipulierte Sojabohne wurde zugunsten der Bayer-Tochter Monsanto entschieden.

Produkte mit einer genmanipulierten Sojabohne der Bayer-Tochter Monsanto dürfen in der Europäischen Union weiter verkauft werden. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg wies am Donnerstag die Klage dreier Nichtregierungsorganisationen gegen die Zulassung zurück (Rechtssache C-82/17 P). Rechtsmittel sind nicht möglich. 

Die Brüsseler EU-Kommission hatte den Vertrieb von Lebens- und Futtermitteln, die die Bohne MON 87701 × MON 89788 enthalten, 2012 erlaubt. Dagegen klagten drei deutsche Nichtregierungsorganisationen. Sie argumentierten, gesundheitliche Risiken seien vor der Zulassung nicht ausreichend geprüft worden.

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Bohne ist unempfindlich für Glyphosat

Die Bohne von Monsanto wurde genetisch verändert und ist damit sowohl insekten- als auch herbizidresistent. Das bedeutet, dass sie einerseits für Schädlinge unattraktiv ist und andererseits unempfindlich für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat.

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Sie wird nach Angaben von Bayer, der den US-Saatgutkonzern Monsanto mittlerweile übernommen hat, in Südamerika angebaut. Seit 2013 wurden demnach 73,6 Millionen Hektar in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay damit bepflanzt.


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