Flugausfälle auch in Deutschland? Streik: British Airways streicht fast alle Flüge

Von dpa

Die meisten Flugzeuge von British Airways in Großbritannien bleiben am Montag und Dienstag am Boden. Foto: AFP/Ben StansallDie meisten Flugzeuge von British Airways in Großbritannien bleiben am Montag und Dienstag am Boden. Foto: AFP/Ben Stansall

London. Piloten von British Airways befinden sich seit Mitternacht im Streik. Bis Dienstag sollen rund 1600 Flüge ausfallen.

Passagiere von British Airways müssen am Montag und Dienstag damit rechnen, dass ihr Flug ausfällt. Die britische Fluggesellschaft streicht wegen eines Pilotenstreiks nahezu alle Flüge. Es habe keine Möglichkeit gegeben vorherzusagen, wie viele Piloten zur Arbeit kommen oder welche Flugzeuge sie fliegen dürfen, teilte die Airline am Montagmorgen in London mit. "Wir hatten daher keine andere Wahl, als unsere Flüge zu fast 100 Prozent abzusagen."

Nach Angaben der Gewerkschaft Balpa sind Montag, Dienstag und am 27. September Arbeitsniederlegungen bei der britischen Airline geplant. Von den Streiks dürften nach Angaben der Nachrichtenagentur PA Zehntausende Passagiere betroffen sein. British Airways biete etwa 850 Flüge pro Tag an, von denen die meisten ausfallen sollen. Kunden seien Erstattungen oder Umbuchungen angeboten worden.

British-Airways-Flüge in Deutschland

"British Airways muss aufwachen", sagte Balpa-Generalsekretär Brian Strutton. Die Piloten hätten in schwierigen Zeiten erhebliche Gehaltskürzungen hinnehmen müssen. Nun solle die Fluggesellschaft in Zeiten des Profits aber den Piloten auch etwas zurückgeben.

Nach Angaben der Pilotengewerkschaft kostet ein Streiktag 40 Millionen britische Pfund (etwa 44 Millionen Euro). British Airways hatte den Piloten im Juli eine Gehaltserhöhung von 11,5 Prozent über drei Jahre angeboten. Dies wurde jedoch zurückgewiesen.

In Deutschland fliegt British Airways die Flughäfen Berlin Tegel, Köln-Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Friedrichshafen, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart an. Ob deutsche Passagiere von den Streiks betroffen sind, war am Montagmorgen zunächst unklar. Die Fluggesellschaft teilte auf Nachfrage unserer Redaktion mit, betroffene Passagiere seien bereits kontaktiert und über Alternativen wie Umbuchungen, Ausweichen auf eine andere Airline oder eine volle Erstattung des Flupreises informiert worden.

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